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	<title>Kommentare zu: Sind Blogger die Journalisten von Morgen?</title>
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	<description>Im Grenzgebiet von Online, Journalismus und PR</description>
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		<title>Von: Matthias</title>
		<link>http://www.grenzpfosten.de/2007/11/27/sind-blogger-die-journalisten-von-morgen/comment-page-1/#comment-79</link>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2007 17:54:14 +0000</pubDate>
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		<description></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine interessante Debatte. Der Haken hier: Man geht (stillschweigend) vom aktuellen technischen Stand der Dinge aus. Ebenso statisch scheint die im zweiten Kommentar zitierte Denkweise von Frau K&#246;cher (Allensbach) zu sein.</p>
<p>Der Blick in die Zukunft muss ber&#252;cksichtigen, dass:<br />
1. Immer mehr Leser ihre Nachrichten im Netz suchen (das ist ein langsamer, aber langfristig unumkehrbarer Prozess)<br />
2. Die Werbung wandert immer mehr ins Netz (wie oben schon erw&#228;hnt). Das engt den Handlungspielraum der Printverlage zunehmend ein.<br />
3. Semantische Software wird in den kommenden 5 bis 10 Jahren im Web vieles &#252;ber den Haufen werfen und die Karten nochmals neu mischen.</p>
<p>In der Tendenz sehe ich Blogs als Medium im Vorteil (egal ob dahinter vom Selbstverst&#228;ndnis her ein &#8220;Blogger&#8221; oder ein &#8220;Journalist&#8221; steht). Und Werbung auf Blogs ist heute schon kein Problem: Google&#8217;s Adsense k&#252;mmert es nicht, ob die Anzeigen auf einem Long-Tail-Blog stehen oder einem gro&#223;en Portal. Es z&#228;hlen die Clicks und nur danach wird abgerechnet. Weitere Modelle dieser Art und basierend auf semantischer Software sind in Entwicklung und ansatzweise auch schon im Einsatz. </p>
<p>Und was die PR betrifft: Da wird man sich v&#246;llig umstellen m&#252;ssen. Radikal gedacht wird es im Netz vielleicht keine Zeitungen mehr geben, da jeder Leser seine ganz individuell zusammengestellten News konsumieren wird. Wird das zur Realit&#228;t, m&#252;ssen die Unternehmen direkt kommunizieren und &#252;ber eigene Blogs ihre Botschaften in die Welt tragen. F&#252;r die PR weniger schlimm als f&#252;r die (armen) Zeitungen, oder?
<div class="comment-remix-meta"><a href="#" class="replyto" onclick="replyto('79','Matthias'); return false;">Reply</a>  &#8211; <a href="#" class="quote" onclick="quote('79','Matthias','Eine interessante Debatte. Der Haken hier: Man geht (stillschweigend) vom aktuellen technischen Stand der Dinge aus. Ebenso statisch scheint die im zweiten Kommentar zitierte Denkweise von Frau K&Atilde;&para;cher (Allensbach) zu sein.\r\n\r\nDer Blick in die Zukunft muss ber&Atilde;&frac14;cksichtigen, dass:\r\n1. Immer mehr Leser ihre Nachrichten im Netz suchen (das ist ein langsamer, aber langfristig unumkehrbarer Prozess)\r\n2. Die Werbung wandert immer mehr ins Netz (wie oben schon erw&Atilde;&curren;hnt). Das engt den Handlungspielraum der Printverlage zunehmend ein.\r\n3. Semantische Software wird in den kommenden 5 bis 10 Jahren im Web vieles &Atilde;&frac14;ber den Haufen werfen und die Karten nochmals neu mischen.\r\n\r\nIn der Tendenz sehe ich Blogs als Medium im Vorteil (egal ob dahinter vom Selbstverst&Atilde;&curren;ndnis her ein \&quot;Blogger\&quot; oder ein \&quot;Journalist\&quot; steht). Und Werbung auf Blogs ist heute schon kein Problem: Google\'s Adsense k&Atilde;&frac14;mmert es nicht, ob die Anzeigen auf einem Long-Tail-Blog stehen oder einem gro&Atilde;Ÿen Portal. Es z&Atilde;&curren;hlen die Clicks und nur danach wird abgerechnet. Weitere Modelle dieser Art und basierend auf semantischer Software sind in Entwicklung und ansatzweise auch schon im Einsatz. \r\n\r\nUnd was die PR betrifft: Da wird man sich v&Atilde;&para;llig umstellen m&Atilde;&frac14;ssen. Radikal gedacht wird es im Netz vielleicht keine Zeitungen mehr geben, da jeder Leser seine ganz individuell zusammengestellten News konsumieren wird. Wird das zur Realit&Atilde;&curren;t, m&Atilde;&frac14;ssen die Unternehmen direkt kommunizieren und &Atilde;&frac14;ber eigene Blogs ihre Botschaften in die Welt tragen. F&Atilde;&frac14;r die PR weniger schlimm als f&Atilde;&frac14;r die (armen) Zeitungen, oder?'); return false;">Quote</a></div></p>
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		<title>Von: Markus</title>
		<link>http://www.grenzpfosten.de/2007/11/27/sind-blogger-die-journalisten-von-morgen/comment-page-1/#comment-74</link>
		<dc:creator>Markus</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Dec 2007 17:43:31 +0000</pubDate>
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		<description></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ad 2) und ad 7) aus dem F.A.Z.-Institut >kommunikationsmanager Newsletter Nr. 21 / 2007:</p>
<p>Allensbach: Internet keine Existenzgefahr f&#252;r Print<br />
Die digitalen Medien stellen f&#252;r das klassische Print keine Existenzgefahr dar, diese Einsch&#228;tzung vertrat Renate K&#246;cher, Gesch&#228;ftsf&#252;hrerin des Instituts f&#252;r Demoskopie Allensbach, auf dem VDZ Zeitschriftenkongress. Nach ihrer Ansicht sind die Mediennutzungsgewohnheiten vielmehr zielgruppenspezifisch. Zudem nehmen Print und Online unterschiedliche Funktionen wahr, was bei der Strategiefindung der Verlagsh&#228;user konsequenter ber&#252;cksichtigt werden m&#252;sse. Ein st&#228;rkeres Bekenntnis zur eigenen Marke und zur Gattung Print forderte Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo. Er verwies darauf, dass 90 Prozent der Zeit-Ums&#228;tze mit Print erzielt werden. Anders sieht die Situation bei Special-Interest-Verlagen wie etwa IDG Magazine Media, M&#252;nchen, aus. Online erwirtschafte bereits heute 18 Prozent des deutschen Umsatzes, in den USA seien es bereits 50 Prozent, sagt Gesch&#228;ftsf&#252;hrer York von Heimburg. Sein Verlag m&#252;sse seinen IT-affinen Nutzern ins Internet folgen, sonst habe er keine &#220;berlebenschance.
<div class="comment-remix-meta"><a href="#" class="replyto" onclick="replyto('74','Markus'); return false;">Reply</a>  &#8211; <a href="#" class="quote" onclick="quote('74','Markus','ad 2) und ad 7) aus dem F.A.Z.-Institut &gt;kommunikationsmanager Newsletter Nr. 21 \/ 2007:\n\nAllensbach: Internet keine Existenzgefahr f&Atilde;&frac14;r Print \nDie digitalen Medien stellen f&Atilde;&frac14;r das klassische Print keine Existenzgefahr dar, diese Einsch&Atilde;&curren;tzung vertrat Renate K&Atilde;&para;cher, Gesch&Atilde;&curren;ftsf&Atilde;&frac14;hrerin des Instituts f&Atilde;&frac14;r Demoskopie Allensbach, auf dem VDZ Zeitschriftenkongress. Nach ihrer Ansicht sind die Mediennutzungsgewohnheiten vielmehr zielgruppenspezifisch. Zudem nehmen Print und Online unterschiedliche Funktionen wahr, was bei der Strategiefindung der Verlagsh&Atilde;&curren;user konsequenter ber&Atilde;&frac14;cksichtigt werden m&Atilde;&frac14;sse. Ein st&Atilde;&curren;rkeres Bekenntnis zur eigenen Marke und zur Gattung Print forderte Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo. Er verwies darauf, dass 90 Prozent der Zeit-Ums&Atilde;&curren;tze mit Print erzielt werden. Anders sieht die Situation bei Special-Interest-Verlagen wie etwa IDG Magazine Media, M&Atilde;&frac14;nchen, aus. Online erwirtschafte bereits heute 18 Prozent des deutschen Umsatzes, in den USA seien es bereits 50 Prozent, sagt Gesch&Atilde;&curren;ftsf&Atilde;&frac14;hrer York von Heimburg. Sein Verlag m&Atilde;&frac14;sse seinen IT-affinen Nutzern ins Internet folgen, sonst habe er keine &Atilde;œberlebenschance.'); return false;">Quote</a></div></p>
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		<title>Von: Markus</title>
		<link>http://www.grenzpfosten.de/2007/11/27/sind-blogger-die-journalisten-von-morgen/comment-page-1/#comment-71</link>
		<dc:creator>Markus</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Nov 2007 11:37:20 +0000</pubDate>
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		<description></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ad 1) Das Ph&#228;nomen, das Journalisten auch andere Medien nutzen als die, mit denen sie ihre Br&#246;tchen verdienen ist nicht neu: Zeitungsjournalisten als Buchschreiber gibt es viele oder Journalisten treten als Experten bzw. Moderatoren von Veranstaltungen auf. Nichts Neues also hier. Im Gegenteil, wenn wir Journalismus so definieren, dass eine gewisse Unabh&#228;ngigkeit von Interessen gegeben sein sollte, dann erscheint mir das Modell, dass sich der Verleger und seine Anzeigenabteilung ums Geld k&#252;mmert und der Journalist um den Content sogar besser, als wenn der einzelne Journalist dringend auf Einnahmen aus seiner Online-Werbung angewiesen ist. Hier besteht die Gefahr m.E. viel mehr, dass er versucht sein k&#246;nnte, auf spektakul&#228;re, trashige Inhalte oder Spekulationen zu setzen, um seine Click-Raten hochzutreiben. Wollen wir das?</p>
<p>ad 2) Auf den ersten Blick erscheint diese Analyse zwingend. Ich frage mich jedoch nur, ob die Werbebranche auch schon so weit ist, einzelne Blogger mit niedrigsten Clickraten in ihre globale Werbeplanung mit einzubeziehen. Ob es f&#252;r Markenkampagnen zielf&#252;hrend ist, mit der Gie&#223;kanne &#252;ber die Blogwelt zu gehen, halte ich f&#252;r fraglich &#8211; nicht zuletzt obs des hohen Aufwands. Hier werden wir aber in Zukunft noch sehen, dass sich entsprechende Werbemodelle entwickeln, ich k&#246;nnte mir z.B. Werbenetworks von Bloggern vorstellen, die sich gemeinsam vermarkten &#8211; so wie ja auch die FAZ und SZ ihre Stellenanzeigen gemeinsam vermarkten. Ich erinnere mich an Diskussionen, dass Google Adsense derzeit noch nicht das &#220;berleben eines einzelnen Bloggers sichern kann (das war zumindest vor 1,5 Jahren so, siehe z.b. <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2006/02/16/von-blogwerbung-leben/" rel="nofollow">http://www.basicthinking.de/blog/2006/02/16/von-blogwerbung-leben/</a>, etwas aktueller zu Werbung und Marketing in Blogs unter <a href="http://blog.helmschrott.de/marketing/werbung-in-weblogs-so-ja-nun-auch-nicht" >http://blog.helmschrott.de/marketing/werbung-in-weblogs-so-ja-nun-auch-nicht</a>)</p>
<p>ad 3) Sehr spannend. Ich gehe aber davon aus, dass professionelle Pressestellen hier immer ein Einzelfallentscheidung treffen werden (m&#252;ssen). Nur weil jemand einen Blog hat, muss er noch lange nicht als Journalist behandelt werden. Hier werden zahlreiche zus&#228;tzliche Kriterien herangezogen werden: angefangen vom optischen Auftritt bis hin zu einer Pr&#252;fung der Inhalte. Wie immer liegt es in der Souver&#228;nit&#228;t des Unternehmens bzw. seiner Pressestelle, wie auf kritische Blogger reagiert wird. Im &#252;brigen wird dies ja auch bei klassischen Journalisten so gehandhabt, nur weil einer einmal im Jahr f&#252;r das &#246;rtliche Anzeigenblatt schreibt, wird er wohl noch nicht als Journalist im &#252;blichen Sinne bezeichnet werden k&#246;nnen und wird demzufolge durch das Raster der PR-Abteilungen rutschen (sofern das Anzeigenblatt f&#252;r die nicht interessant ist nat&#252;rlich).</p>
<p>ad 4) Korrekt, auch wenn nach wie vor leider nicht alle Breitbandanschluss bekommen k&#246;nnen ;-(<br />
Von den beschriebenen Vorteilen profitieren aber nat&#252;rlich auch die klassischen Journalisten. Eher stellt sich die Frage ob diese und ihre Verleger verstanden haben, die M&#246;glichkeiten zu nutzen. Beispiel unter: <a href="http://www.pflugblatt.de/weintagebuch/2007/11/12/militante-winzer-in-frankreich-aus-der-sz/" >http://www.pflugblatt.de/weintagebuch/2007/11/12/militante-winzer-in-frankreich-aus-der-sz/</a></p>
<p>ad 5) Best&#228;tigt meine Einsch&#228;tzung zu 1: Der Journalist als Berufsbild bleibt, das Medium &#8220;Blog&#8221; erg&#228;nzt die entsprechende Medienlandschaft.</p>
<p>ad 6) Zun&#228;chst: Wie man im Zeitalter des iPhones so ein Ger&#228;t auf den Markt bringen kann ist mir schleierhaft. Die Kampagne beweist allerdings gar nichts, da sowohl die klassischen Medien (auch online) wie auch die Blogger auf den Hype aufgesprungen sind. Es stellt sich die ber&#252;hmte Frage nach der Henne und dem Ei: waren es die Blogger, die den Hype verursacht haben, oder sind die Blogger auf den Medienhype aufgesprungen und inwiefern &#8211; Zusatzei &#8211; wurden beide von Amazon instrumentalisiert. Auf jeden Fall l&#228;sst die Tatsache, dass alle Beitr&#228;ge von Bloggern und Journalisten rund um den 20.11. erschienen sind, auf eine integrierte PR-Kampagne schlie&#223;en&#8230;<br />
Hey, m&#246;chte jemand eine Abschlussarbeit schreiben?</p>
<p>ad 7) Der von dir oben erw&#228;hnte &#8220;Newsroom f&#252;r Blogger&#8221; ist &#252;brigens auch nichts anderes als ein Web 2.0 aufgepeppter klassischer Online-Pressebereich. Warum das jetzt ausgerechnet f&#252;r Blogger besser sein soll und ob klassische Journalisten nichts damit anfangen k&#246;nnen sollen, verstehe ich nicht. Ich kann auch nicht erkennen, dass das neue Medium zu einer &#8220;Spaltung der Journalistenschaft&#8221; f&#252;hrt. Wie so oft im Leben gibt es Bewahrer und offene Vorangeher &#8211; nicht nur bei Journalisten. Die Early Adaptors, egal ob Berufsjournalisten oder Freizeitblogger, machen das Medium popul&#228;r und die Late Adaptors werden, ob sie wollen oder nicht, sich irgendwann daran gew&#246;hnen und irgendwann ist es selbstverst&#228;ndlich und keiner spricht mehr dr&#252;ber.</p>
<p>Ergo: Blogger ersetzen den Berufsjournalisten nicht! Sie liefern ihm erg&#228;nzende Informationen und liefern den Rezepienten ungefilterte Eindr&#252;cke &#8211; und das ist gut so, denn Konkurrenz belebt bekanntlicherma&#223;en das Gesch&#228;ft. Diese Belebung sorgt f&#252;r Unruhe, weniger unter den Journalisten, vielmehr unter den Verlegern. Diese stehen unter vergleichbarem Druck wie die Musikindustrie: Dinosaurier eben, die sich nicht schnell genug anpassen k&#246;nnen. Also bitte Verleger und deren Journalisten nicht in einen Topf werfen! Und nochmal an dieser Stelle: bitte keine Spaltung von Bloggern und Journalisten &#8211; ich bin &#252;berzeugt, dass gute Blogger und gute Journalisten mehr gemeinsame als gegens&#228;tzliche Interessen haben.</p>
<p>Und zuletzt: Warum wir Journalismus weiterhin brauchen? Weil sich jemand hauptberuflich (und nicht nur in der Mittagspause oder vor Mitternacht) um die Sichtung, Bewertung und Erkl&#228;rung von Sachverhalten k&#252;mmern muss und Zeit haben muss, Themen auch mal langfristig und tiefgehend zu beobachten. Ich wei&#223;, das klingt idealistisch, so sind Flo&#8217;s Annahmen zu den Bloggern aber auch!</p>
<p>Ach ja: und damit wird kein Paradigmen-Wechsel in der PR f&#228;llig, sondern auch nur eine Erweiterung des zu ber&#252;cksichtigenden Medien- bzw. Multiplikatorenspektrums.
<div class="comment-remix-meta"><a href="#" class="replyto" onclick="replyto('71','Markus'); return false;">Reply</a>  &#8211; <a href="#" class="quote" onclick="quote('71','Markus','ad 1) Das Ph&Atilde;&curren;nomen, das Journalisten auch andere Medien nutzen als die, mit denen sie ihre Br&Atilde;&para;tchen verdienen ist nicht neu: Zeitungsjournalisten als Buchschreiber gibt es viele oder Journalisten treten als Experten bzw. Moderatoren von Veranstaltungen auf. Nichts Neues also hier. Im Gegenteil, wenn wir Journalismus so definieren, dass eine gewisse Unabh&Atilde;&curren;ngigkeit von Interessen gegeben sein sollte, dann erscheint mir das Modell, dass sich der Verleger und seine Anzeigenabteilung ums Geld k&Atilde;&frac14;mmert und der Journalist um den Content sogar besser, als wenn der einzelne Journalist dringend auf Einnahmen aus seiner Online-Werbung angewiesen ist. Hier besteht die Gefahr m.E. viel mehr, dass er versucht sein k&Atilde;&para;nnte, auf spektakul&Atilde;&curren;re, trashige Inhalte oder Spekulationen zu setzen, um seine Click-Raten hochzutreiben. Wollen wir das?\r\n\r\nad 2) Auf den ersten Blick erscheint diese Analyse zwingend. Ich frage mich jedoch nur, ob die Werbebranche auch schon so weit ist, einzelne Blogger mit niedrigsten Clickraten in ihre globale Werbeplanung mit einzubeziehen. Ob es f&Atilde;&frac14;r Markenkampagnen zielf&Atilde;&frac14;hrend ist, mit der Gie&Atilde;Ÿkanne &Atilde;&frac14;ber die Blogwelt zu gehen, halte ich f&Atilde;&frac14;r fraglich - nicht zuletzt obs des hohen Aufwands. Hier werden wir aber in Zukunft noch sehen, dass sich entsprechende Werbemodelle entwickeln, ich k&Atilde;&para;nnte mir z.B. Werbenetworks von Bloggern vorstellen, die sich gemeinsam vermarkten - so wie ja auch die FAZ und SZ ihre Stellenanzeigen gemeinsam vermarkten. Ich erinnere mich an Diskussionen, dass Google Adsense derzeit noch nicht das &Atilde;œberleben eines einzelnen Bloggers sichern kann (das war zumindest vor 1,5 Jahren so, siehe z.b. http:\/\/www.basicthinking.de\/blog\/2006\/02\/16\/von-blogwerbung-leben\/, etwas aktueller zu Werbung und Marketing in Blogs unter http:\/\/blog.helmschrott.de\/marketing\/werbung-in-weblogs-so-ja-nun-auch-nicht)\r\n\r\nad 3) Sehr spannend. Ich gehe aber davon aus, dass professionelle Pressestellen hier immer ein Einzelfallentscheidung treffen werden (m&Atilde;&frac14;ssen). Nur weil jemand einen Blog hat, muss er noch lange nicht als Journalist behandelt werden. Hier werden zahlreiche zus&Atilde;&curren;tzliche Kriterien herangezogen werden: angefangen vom optischen Auftritt bis hin zu einer Pr&Atilde;&frac14;fung der Inhalte. Wie immer liegt es in der Souver&Atilde;&curren;nit&Atilde;&curren;t des Unternehmens bzw. seiner Pressestelle, wie auf kritische Blogger reagiert wird. Im &Atilde;&frac14;brigen wird dies ja auch bei klassischen Journalisten so gehandhabt, nur weil einer einmal im Jahr f&Atilde;&frac14;r das &Atilde;&para;rtliche Anzeigenblatt schreibt, wird er wohl noch nicht als Journalist im &Atilde;&frac14;blichen Sinne bezeichnet werden k&Atilde;&para;nnen und wird demzufolge durch das Raster der PR-Abteilungen rutschen (sofern das Anzeigenblatt f&Atilde;&frac14;r die nicht interessant ist nat&Atilde;&frac14;rlich).\r\n\r\nad 4) Korrekt, auch wenn nach wie vor leider nicht alle Breitbandanschluss bekommen k&Atilde;&para;nnen ;-(\r\nVon den beschriebenen Vorteilen profitieren aber nat&Atilde;&frac14;rlich auch die klassischen Journalisten. Eher stellt sich die Frage ob diese und ihre Verleger verstanden haben, die M&Atilde;&para;glichkeiten zu nutzen. Beispiel unter: http:\/\/www.pflugblatt.de\/weintagebuch\/2007\/11\/12\/militante-winzer-in-frankreich-aus-der-sz\/\r\n\r\nad 5) Best&Atilde;&curren;tigt meine Einsch&Atilde;&curren;tzung zu 1: Der Journalist als Berufsbild bleibt, das Medium \&quot;Blog\&quot; erg&Atilde;&curren;nzt die entsprechende Medienlandschaft.\r\n\r\nad 6) Zun&Atilde;&curren;chst: Wie man im Zeitalter des iPhones so ein Ger&Atilde;&curren;t auf den Markt bringen kann ist mir schleierhaft. Die Kampagne beweist allerdings gar nichts, da sowohl die klassischen Medien (auch online) wie auch die Blogger auf den Hype aufgesprungen sind. Es stellt sich die ber&Atilde;&frac14;hmte Frage nach der Henne und dem Ei: waren es die Blogger, die den Hype verursacht haben, oder sind die Blogger auf den Medienhype aufgesprungen und inwiefern - Zusatzei - wurden beide von Amazon instrumentalisiert. Auf jeden Fall l&Atilde;&curren;sst die Tatsache, dass alle Beitr&Atilde;&curren;ge von Bloggern und Journalisten rund um den 20.11. erschienen sind, auf eine integrierte PR-Kampagne schlie&Atilde;Ÿen...\r\nHey, m&Atilde;&para;chte jemand eine Abschlussarbeit schreiben?\r\n\r\nad 7) Der von dir oben erw&Atilde;&curren;hnte \&quot;Newsroom f&Atilde;&frac14;r Blogger\&quot; ist &Atilde;&frac14;brigens auch nichts anderes als ein Web 2.0 aufgepeppter klassischer Online-Pressebereich. Warum das jetzt ausgerechnet f&Atilde;&frac14;r Blogger besser sein soll und ob klassische Journalisten nichts damit anfangen k&Atilde;&para;nnen sollen, verstehe ich nicht. Ich kann auch nicht erkennen, dass das neue Medium zu einer \&quot;Spaltung der Journalistenschaft\&quot; f&Atilde;&frac14;hrt. Wie so oft im Leben gibt es Bewahrer und offene Vorangeher - nicht nur bei Journalisten. Die Early Adaptors, egal ob Berufsjournalisten oder Freizeitblogger, machen das Medium popul&Atilde;&curren;r und die Late Adaptors werden, ob sie wollen oder nicht, sich irgendwann daran gew&Atilde;&para;hnen und irgendwann ist es selbstverst&Atilde;&curren;ndlich und keiner spricht mehr dr&Atilde;&frac14;ber.\r\n\r\nErgo: Blogger ersetzen den Berufsjournalisten nicht! Sie liefern ihm erg&Atilde;&curren;nzende Informationen und liefern den Rezepienten ungefilterte Eindr&Atilde;&frac14;cke - und das ist gut so, denn Konkurrenz belebt bekanntlicherma&Atilde;Ÿen das Gesch&Atilde;&curren;ft. Diese Belebung sorgt f&Atilde;&frac14;r Unruhe, weniger unter den Journalisten, vielmehr unter den Verlegern. Diese stehen unter vergleichbarem Druck wie die Musikindustrie: Dinosaurier eben, die sich nicht schnell genug anpassen k&Atilde;&para;nnen. Also bitte Verleger und deren Journalisten nicht in einen Topf werfen! Und nochmal an dieser Stelle: bitte keine Spaltung von Bloggern und Journalisten - ich bin &Atilde;&frac14;berzeugt, dass gute Blogger und gute Journalisten mehr gemeinsame als gegens&Atilde;&curren;tzliche Interessen haben.\r\n\r\nUnd zuletzt: Warum wir Journalismus weiterhin brauchen? Weil sich jemand hauptberuflich (und nicht nur in der Mittagspause oder vor Mitternacht) um die Sichtung, Bewertung und Erkl&Atilde;&curren;rung von Sachverhalten k&Atilde;&frac14;mmern muss und Zeit haben muss, Themen auch mal langfristig und tiefgehend zu beobachten. Ich wei&Atilde;Ÿ, das klingt idealistisch, so sind Flo\'s Annahmen zu den Bloggern aber auch!\r\n\r\nAch ja: und damit wird kein Paradigmen-Wechsel in der PR f&Atilde;&curren;llig, sondern auch nur eine Erweiterung des zu ber&Atilde;&frac14;cksichtigenden Medien- bzw. Multiplikatorenspektrums.'); return false;">Quote</a></div></p>
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