Obamas Web

Schon irgendwie witzig. Da redet alle Welt über die neue Art und Weise, wie Barak Obama das Web 2.0 zu Wahlkampfzwecken gebraucht und einige waren schon der Meinung, das vor allem das den Ausschlag geben würde, für den großen Triumph. Zumindest wurde das geschrieben. Z.B.

Naja, dann frag ich mich, warum es zum Abschluss des großen “Web 2.0″ Kampfes das Wahlkampfteam nichts auf Twitter macht nicht mit Bloggern redet, sondern sich eine Halbestunde Sendezeit direkt vor einem Worldseries Game kauft, um diesen Imagefilm zu senden.

tja, scheint so als würde man auch bei Obama, wenns drauf ankommt, auf die guten alten Medien setzen.

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Flo

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  1. 31st Oktober 2008 | Markus says: Antworten
    Stimmt: Obama rekrutiert für seinen Wahlkampf auch die herkömmlichen Medien. Zwei Punkte zeigen jedoch, dass auch diese Aktion im Zusammenhang mit Web 2.0 steht: 1. Geht dieser Spot nun auch im Internet um die Welt (u.a. ist er auch hier im Blog gelandet ;-). Also: fürs TV produziert und trotzdem wieder auch übers Netz gesendet. (Nur einen Tag nach seiner Ausstrahlung bereits über eine Million mal aufgerufen!) 2. Das Geld für diesen Spot (ca. 4 Mio. €) hat er nicht zuletzt durch die über das Internet generierten Spendengelder erzielen können. Ich habe das heute auch in meinem Posting Obama geht mit Infomercial auf Nummer sicher ausgeführt.
  2. 31st Oktober 2008 | Flo says: Antworten
    Hast natürlich schon ein bissl recht damit, vor allem, weil das Video jetzt doch schon 1,2 Mio mal (Stand 31.10) auf Youtube angeschaut wurde. Würde aber eher sagen, dass die 1,2 Mio Leute (man da ja noch jene Zuseher abziehen, die in den USA nicht Wahlberechtigt sind), ein nettes zubrot sind, die man halt eben mitnimmt. Interessanter Punkt das mit den Wahlkampfspenden. Gibt es denn Aufstellungen darüber, wieviele Spenden auf diese Aktivitäten im Web 2.0 zurückzuführen sind? Oder haben wir hier wiedermal das Problem der Nichtmessbarkeit?
  3. 31st Oktober 2008 | Ed Wohlfahrt says: Antworten
    Da geb ich dir völlig recht mit deiner Einschätzung. Klar greift der Kandidat wenns drauf an kommt auf Mainstream Medien zurück weil er damit Masse erreicht. Das war und kann imho nie der Anspruch von Social Media sein. Mobisierung, Gespräche und Teilhabe geht über TV nicht in dem Ausmaß, in dem es über Social Media Aktivitäten geht. Alles zu seiner Zeit, alles an seinem Platz. Alles auf ein konkretes Ziel hin ausgerichtet.
  4. 31st Oktober 2008 | KlaRa says: Antworten
    Der Erfolg hat Obama jedenfalls recht gegeben. 37 Millionen, darunter viele Baseball-Fans, die er sonst nicht so einfach erreicht hätte, saßen bei seinem Infomercial vor der Glotze, wahrscheinlich schon mit Chipstüte und Sixpack. Gegen eine solche Quote kann Web 2.0 einpacken, jedenfalls bisher noch. Die Kohle war gut angelegt.
  5. 31st Oktober 2008 | Markus says: Antworten
    @Flo: Zu Deiner Nachfrage nach der Herkunft der Spendengelder: Ich habe keine detaillierten Informationen dazu, aber ich glaube kaum, dass so viele Meldungen sich darauf beziehen könnten, dass der Großteil der Spenden für den Wahlkampf Obamas über Online-Kampagnen generiert wurden, wenn dem nicht so wäre oder wenn das nicht messbar gewesen wäre. Siehe hierzu auch die Meldung auf Heise (20.10.2008), wo auch die Firmenunterstützungen für Obama genannt und beziffert werden, die ja auch in nicht unbeträchtlichen Summen erfolgten.

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