Prozessintegrierte Kommunikation: Ein Anwendungsbeispiel

netflixVor ein paar Tagen habe ich ein paar Zeilen über meine Idee der Prozessorientierten Kommunikation geschrieben. Das war alles ziemlich theoretisch. Jetzt habe ich, reinzufällig bei Techcrunch ein Anwendungsbeispiel gefunden.

Nochmal für die, nicht den ganzen Artikel von vo ein paar Tagen lesen möchten hier die Quintessenz: PR im Netz funktioniert nur noch dann, wenn die Kommunikation ausdruck einer gelebten Kultur ist.

so: und jetzt habe ich bei Techcrunch das hier gefunden: Das US-Untrenehmen Netflix hat seine Unternehmenskultur veröffentlicht und zwar en deatil. Ich kann nur jedem empfehlen, sich eine halbe Stunde Zeit zu nehmen, um sich diese Sildes anzuschauen. Ich finde diese eigentlich interne Präse online zu stellen ist eine der besten PR und Recruiting-Maßnahmen, die ich je gesehen habe.

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4 thoughts on “Prozessintegrierte Kommunikation: Ein Anwendungsbeispiel

  • 08/11/2009 at 11:16
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    @Flo:

    Ich an deren Stelle hätte das jedenfalls nicht veröffentlicht, wenn’s mir nicht sehr ernst damit wäre.

    In der Theorie völlig richtig. In der Praxis: Wer ist denn „die“ oder „wir“? @KlaRa hat es in ähnlicher Form schon angesprochen.

    Versteh mich nicht falsch und ich würde mich ja freuen, wenns im gegenständlichen Fall anders läuft. In der Regel gehts so ab:

    Da gibt das Top-Management einen Auftrag. Daraufhin setzen sich HRler, PRler und KOMler zusammen, denken sich was aus und schreibens nieder. Dann wirds verteilt und das wars.
    Im täglichen Arbeitsablauf hat das ab der zweiten Ebene schon keine Relevanz mehr.

    Bestenfalls das Mananagement glaubt mit dem „Wir“ vielleicht, etwas getan oder verändert zu haben.

    Wenn jemand später mangelnde Umsetzung ankreidet, wird relativiert und eine neue Arbeitsgruppe eingesetzt.

    Es gibt da so einen Witz:
    Woran erkennst du als Außenstehender schnell eine miserable Unternehmenskultur?
    Wenn schon im Eingangsbereich und in jedem Stockwerk ein Bullshit-Bingo Plakat (Mission-Statement) hängt, wie verantwortungsvoll die Firma zu ihren Mitarbeitern und Kunden ist.

    Ich weiß, dass solcher Art Kommentare nicht wirklich zur Diskussion beitragen; die Praxis hat mich da vermutlich schon zu sehr geprägt.

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  • 08/10/2009 at 23:28
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    Schon vor ein paar Jahren kam in Wirtschaftskreisen der Spruch auf: „Hast Du etwas zu sagen oder hast Du eine Powerpoint?“ Das gilt natürlich nicht für alle, aber ich bin schon bei einigen PPS eingeschlafen.

    Was Netflix betrifft, ist mir der Satz „Values are what we value.“ aufgefallen. Wer bitteschön ist „we“? Das hört sich ganz schön nach „gesundem Volksempfinden“ an, mit dem wir Deutschen bekanntlich ziemlich ungute Erfahrungen gemacht haben. Und was ist mit den Werten anderer? Derartiges messianisches Getue kommt in USA leider häufig vor, siehe Scientology, und findet über das WWW noch stärkere weltweite Verbreitung als die US-Bevormundungsversuche früherer Zeiten.

    In diesem Zusammenhang – obwohl’s nicht hundertprozentig hierher paßt – empfehle ich den heutigen Artikel von Christian Stöcker in Spiegel Online unter http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,641508,00.html zur Lektüre. Der Autor hat sicher nichts dagegen, daß sein öffentlich zugänglicher Artikel auch auf diesem Wege weitere Verbreitung findet. Er ist in Teilen vielleicht etwas blauäugig, aber so, wie er schreibt, solte das WWW eigentlich sein.

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  • 08/10/2009 at 12:47
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    @Gerald:

    Guter Punkt: Ich glaube, man wird davon ausgehen müssen, dass PPBB, eine große Gefahr für eine gelungene Webkommunikation ist. Vodafone hat das ja sehr „schön“ demonstriert. Gerade im Netz lässt sich PPBB aber nicht sehr nachhaltig praktizieren, weil jeder gleich den entlarvenden Kommenatr daneben stellen kann.
    Was Netflix angeht bin ich auch der Meinung, dass es spannend wäre, aus der Realität zu erfahren, wies da abgeht. Unabhängig davon wird sich die Firma aber jetzt an den eigenen detailliert postulierten Zielen messen lassen müssen. Ich an deren Stelle hätte das jedenfalls nicht veröffentlicht, wenn’s mir nicht sehr ernst damit wäre.

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  • 08/09/2009 at 11:23
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    Ich wollte schon zu deinem vorherigen Beitrag – Prozessorientierte Kommunikation – was schreiben. Fasse das also jetzt alles hier gleich zusammen:

    Ich kann deine Gedanken nur so unterschreiben. Nennen wir es wie wir wollen: wirkliche, glaubwürdige und ehrliche Kommunikation kann nur dann entstehen, wenn die Menschen des Unternehmens kommunizieren und nicht die PR-Fuzzis oder nur die dafür angestellten Propaganda-Uschis mit der Presse.

    Beispiel Vodafone:
    Neben gut funktionierenden Service-Blogs von Service-Mitarbeitern mit zeitnah gepflegten FAQs, sollte es bei rund 15.000 Mitarbeitern zusätzlich wohl doch einige geben, die Talent und Spaß daran hätten, auch Firmenblogs zu beschreiben und in Netzwerken aktiv zu sein, in denen sie über ihren Job schreiben.
    Wozu also dieses ganze Werbe-Getöns, das nur heiße Luft erzeugt?

    Zu deinem oben genannten Beispiel:
    Ist natürlich ein Schritt in die richtige Richtung.

    Ich sehe die Dinge aber immer aus Praxissicht. Und ich habe in meinem Leben schon einige solcher PPBB (PowerPoint Bullshit-Bingo) Dinger gesehen, die mit der Praxis überhaupt nichts – und ich sage überhaupt nichts – gemein hatten. Selbst erlebt habe ich, dass trotz solcher „Dokumente“ mitunter sogar das Gegenteil gelebt und praktiziert wird!

    Bei obigem PPBB wäre es also spannend, direkt von Mitarbeiterinnen im privaten Gespräch darüber zu erfahren. Alles andere ist meiner Erfahrung nach nur stochern im Nebel des Wunschdenkens.

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