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Webcific, Barcamp München und die Ratlosigkeit

23 Oktober 2009 Ein Kommentar

sadSo, nachdem mein Blog nach Bauarbeiten wieder unter den lebenden weilt, habe ich auch wieder die Gelegenheit das vergangene Wochenende Revue passieren zu lassen. Ich habe zwei Veranstaltungen besucht, die mir (mehr oder minder freiwillig) gezeigt haben, wo wir mit der Kommunikation im Web stehen.

Um es kurz zu machen: Wir stehen, was die PR im Social Media Raum betrifft, mehr oder minder im Nichts: Auf der einen Seite (das zeigte sich beim Barcamp München) rennt die Web-Avantgarde mit einer Riesengeschwindigkeit vorneweg. So schnell schon fast, dass selbst die Netizens nicht mehr mitkommen, wie die Session über Google-Wave gezeigt hat.

Auf der anderen Seite zeigte die Webcific (wohl ungewollt und daher mit noch viel größerer Brutalität), wo die PR in diesem Bereich steht. Im Nichts! Ich war geradezu schockiert von der (immerhin wortreichen) Sprachlosigkeit, die PR-ler erfasst, wenn man über die Netzkommunikation spricht. Höhepunkt war die Aussage eines Agenturleiters man müsse “zurück ans Lagerfeuer mit den Techniken des Geschichtenerzählers”. Leer, nutzlos, sinnfrei, bullshit!

Alles, zu was die Diskussion im Stande war, war festzustellen, dass PR eigentlich das ideale Kommunikationstool im Web wäre, wenn … ja wenn irgendjemand wüsste, wie man das denn vernüftig machen könnte. Und zwar nicht nur theoretisch, so mit zuhören und Agenda Setting und dem ganzen Kram, sondern so richtig auf taktischer Ebene, mit konkreten Maßnahmen, die konkrete Ergebnisse liefern. Also Schwigen im Walde, abgesehen von vorpubertären Heulsusen-Hinweisen, dass die Internet- und Werbeagenturen jetzt den ganzen PR-Kram im Netz erledigen.

Die einzigen beiden Lichtblicke waren einerseits Tapio Liller, der wenigstens in der Lage war, konkrete Problemfelder aufzuzeigen. Und Katja Ostrowsky, Innovation Managerin bei der DPA, die mein Gefühl der Ratlosigkeit über die allgemeine Ratlosigkeit bei einigen Zigaretten und interessanten Gesprächen teilte.

Mir wird jedenfalls immer klarer, dass Kommunikation im Web noch lange nicht zum Standardreportoire gehört, und dass man, wenn man sich auf das Abenteuer Kommunikation in Social Media einlässt, auf jeden Fall die Kompetenz Inhouse braucht. Von den Agenturen ist nicht viel zu erwarten und von den PR-Agenturen leider am allerwenigsten.

Bild: CC-by www.flickr.com/photos/zaxl4/99863335/

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Ein Kommentar »

  • PR-Agenturen im Web 2.0: Ist der Bus schon weg? sagt:

    [...] quer durch die Branche auf dem Schlauch, kommen zu bestürzenden Erkenntnissen, etwa: “man müsse ‘zurück ans Lagerfeuer mit den Techniken des Geschichtenerzählers’” oder gar “Wer an der Seitenlinie abwartet, droht Chancen zu verpassen.” Im kürzlich [...]

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