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Social Media Kommunikation messen

13 Dezember 2009 10 Kommentare

moneyDas ist das rote Tuch für jeden Social Media Kommunikator. ROI oder auch Erfolgskontrolle. Vor ein paar Wochen habe ich einen Artikel darüber geschrieben, wie man die guten von den schlechten Beratern unterscheidet. Hier kommt noch ein, wie ich finde, äußerst wichtiger Punkt hinzu.

Ein guter Social Media Berater bietet Ihnen eine Erfolgskontrolle, die keine Throughput-, sonder Output-Ziele definiert, und konsequent und statistisch relevant Daten liefert, die eine Erfolgskontrolle zulassen.

Die Herausforderung dabei: Da man bei Social Media kaum noch zwischen den Einzeldisziplinen wie CRM, Marketing und PR untscheiden kann (die finden alle soz. auf der selben Bühne statt), muss man auch bei der Erfolgsmessung einen vollintegrierten Ansatz fahren. Wie das gehen kann zeigt Don Bartholomew, der Metrics Man. Er nennt das Ganze Social Media ROI (auch der erste Teil ist sehr empfehlenswert)
. Es besteht im Prinzip aus einem Raster von verschiedenen Funktionen, denen verschiedene Social Media Aktionen, Geschäftsprozesse, Messgeräte und Basisberechnungen für den ROI zusammengestellt werden.

Ich finde diese Art und Weise zu arbeiten ziemlich sexy, weil sie genau das tut, was man von Social Media Kommunikation erwarten kann.

  1. es wird nachvollziehbar, welche Formen der Kommunikation auf welche Bereiche einzahlen.
  2. Es wird sichtbar, wo die Stärken und Schwächen im System liegen.
  3. Die Zuordnung von Budgets fällt deutlich leichter.

Es gibt natürlich auch Schwachpunkte:

  1. Das System ist nicht allgemeingültig: Man kann es nicht von der Stange nehmen, sondern muss es jeweils anpassen.
  2. Einzelne Social Media Tools können durchaus auf mehrere Matrixbereiche einzahlen.

Es ist also auch kein perfektes System, aber besser als vieles, was ich bisher gesehen habe. Und den Schaumschlägern unter den Social Media Beratern dürfte das sehr schnell das überhebliche Grinsen aus dem Gesicht zaubern. Immerhin geht es bei Social Media Kommunikation darum langfristig den Profit des Unternehmens zu steigern und nicht den des Beraters.

Bild: CC-by www.flickr.com/photos/tracy_olson/61056391/