Wirtschaft und Gesellschaft brauchen Web Literacy

Wir stehen an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter.

Das Soziale Web hat mittlerweile einen Grad an gesellschaftlicher Penetration und Relevanz erreicht, dass man diesese neue Kommunikationsorm nicht mehr außer Acht lassen kann. Das gilt spezielle für die Wirtschaft, im ganz Allgemeinen aber für die Gesellschaft an sich.

Denn der Umgang mit den Sozialen Medien ist nicht etwas, das man quasi intuitiv bedienen und nutzen kann. Der Umgang mit Social Media ist eine Kulturtechnik, die erlernt werden muss. Ich möchte kurz ein paar Beispiele geben:

Ein Fall bei Techcrunch, in dem ein Praktikant offenbar versuchte, seine Berichterstattung an Unternehmen zu verkaufen. Via Haltungsturner

Das Experiment, mit dem Forscher zeigten, wie man Personen anhand von Xing-Gruppen identifizieren kann. Via SPON

Dieser Artikel, der auf dramatische Weise am beispiel dre iranischen Widerstandsikone Neda zeigt, was passiert, wenn Medien und Internetuser Informationen nicht kritisch betrachten. Via Ruhrbarone

Finde, diese Beispiele zeigen ganz klar, woran es mangelt. Es Mangelt an Verständnis der Funktionsprinzipen des Interets und der Socialen Medien im Besonderen. Es geht um Webliteracy, also…

die Fähigkeit, das Web als einen Raum zur Kommunikation zu nutzen. Dazu gehört es sich äußern zu können, mit den Äußerungen anderer richtig umgehen zu können, und die Kommunikation organisieren, managen zu können. Diese Aspekte lassen sich nicht voneinander trennen. Sie bauen auf technischen Kompetenzen auf. Außer den technischen Besonderheiten des Web ist dabei wichtig, dass sich das Web sehr schnell verändert, und dass es keinen grundsätzlichen Unterschied mehr zwischen Produzenten von Medien und anderen Teinehmern an der Kommunikation gibt. -> Via

Was wir daher brauchen sind Instanzen, die diesen Bildungsaufrag annehmen. In Graz arbeitet Heinz Wittenbrink an so einer Instanz (siehe Präse).

Diese Webliteracy ist absolut wichtig. Für Unternehmen, deren Mitarbeiter dem Internet exponiert werden und deren Märkte marketing- wie absatztechnisch ins Netz schieben. Aber vor allem ist Webliteracy ein muss für unsere Gesellschaft, denn nur dann werden wir besser in der Lage sein, das, was im Netz passiert, auch besser einordnen zu können. Das wäre auch ein Auftrag der staatlichen Bildungseinrichtungen gut zu Gesicht stehen würde.

Tom Euler vom PR-Blogger ist da ganz ähnlicher Meinung.

Bild: CC-by http://www.flickr.com/photos/collylogic/

Ein Gedanke zu „Wirtschaft und Gesellschaft brauchen Web Literacy

  • 02/06/2010 um 20:13
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    Danke für den Hinweis! Wir haben gerade wieder einen Antrag auf Förderung unseres Web Literacy Lab bei der FFG gestellt. So oder so – irgendwie werden wir es hinbekommen.

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