PR lizensiert dich

Die Krise steht (mal wieder) vor der Tür. Die Vorzeichen sind untrüglich. In der W&V gibt es keine Stellenanzeigen mehr und die Unternehmen kappen den Agenturen die Budgets und besetzen PR- und Marketingstellen nicht nach.

Es sind die Situationen, in denen man als Unternehmenskommunikator in Erklärungszwang kommt. Wie hoch ist Ihr Budget gleich nochmal? Wofür ist das nochmal gut? Können Sie denn messbar einen Value-Beitrag leisten?

Die Antwort darauf fällt, zumindest in der Denke der Controller, immer schwammig aus. Es sei denn man argumentiert mit der License to Operate

auch Betriebslizenz genannt, bezeichnet die gesellschaftliche Akzeptanz von Unternehmen. Diese basiert auf der intersubjektiven Wahrnehmung der Gesellschaftsmitglieder und lässt sich damit nicht formal erwerben.

Es ist ein Konzept, das mir Thomas Pleil in einem Gespräch vor ein paar Wochen erklärte. Ich bin wie er der Meinung, dass das der USP von PR ist, etwas, das kein anderer Unternehmensbereich leisten kann. Wie wichtig die License to Operate ist, zeigt sich an der deutschen Atomindustrie. Die hat ihre LTO verloren.

Die License to Operate muss übrigens nicht nur ein Unternehmen bei der Öffentlichkeit haben. Auch das Management muss bei den Mitarbeitern eine LTO besitzen. Man kann nämlich die Mitarbeiter entgegen der gängigen Managementsicht nicht zum Mitziehen zwingen. Ja, es kann sogar eine offene Revolte ausbrechen, wenn z.B. das Mittlere Management kundtut, dass das Vertrauen in den Vorstand gebrochen ist. Gegen solche Gruppen kann man ein Unternehmen nicht leiten. Hier liegt der USP der internen Kommunikation. Sie stellt sicher, dass das Management die LTO behält.

 

Bild: CC-BY

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