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	<title>Grenzpfosten &#187; Grenzpfosten</title>
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		<title>Unternehmenskommunikation: Vom Kontrolleur zum Enabler</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 20:01:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[1Digg DiggHeute wirds mal etwas theoretischer. Das Berufsbild des Berufskommunikatoren &#228;ndert sich. Als ich meine Ausbildung genossen habe, war die prim&#228;re Aufgabe des Kommunikators noch, als Verst&#228;rker und Vermittler zwischen Parteien zu fungieren. Also zum Beispiel ein Pressesprecher, der Botschaften des Unternehmens in die &#214;ffentlichkeit verst&#228;rkt und als Vermittler zwischen dem Unternehmen und den verschiedenen [...]<p>Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann spende doch einen Minibetrag hier:
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<p>&#196;hnlich auch in der internen Kommunikation. Hier fungierte der interne Kommunikator als Verst&#228;rker f&#252;r Botschaften, die das Management an die Belegschaft gestreut haben wollte, oder aber als Mittler zwischen den verschiedenen Anspruchgruppen, die in einem Unternehmen existieren.</p>
<p>Das ist heute sicher auch noch in vielen Bereichen der Fall und macht einen erheblichen Teil der t&#228;glichen Arbeit in diesen Feldern aus. Aber es kommen neue Aufgaben hinzu.</p>
<p>Dieses neue Feld hat in erster Linie mit der ver&#228;nderten Medienlandschaft und dem sich dadurch auch ge&#228;nderten Kommunikationsverhalten der Zielgruppen zu tun, aber auch mit der immer weiter zunehmenden Globalisierung der Unternehmenslandschaften. &#8221;Fr&#252;her&#8221; war ein Gro&#223;teil der Kommunikation organisiert und ritualisiert, d.h. die Kommunikation folgte einer mehr oder minder festgelegten Liturgie. Das war m&#246;glich, weil die vorhandenen Kommunikationskan&#228;le &#8211; erstens &#8211; wenige waren und &#8211; zweitens - die M&#246;glichkeiten des Versandes von Botschaften eingeschr&#228;nkt waren. Drittens wurde Kommunikation vornehmlich in einer Sprache, einer Zeitzone und einem kulturellen Kontext betrieben.</p>
<p>Mit dem Web und der Globalisierung vieler Unternehmensstrukturen hat sich das ge&#228;ndert. Jeder kann einen Server betreiben und dort Inhalte publizieren. Und mit dem Aufkommen von Social Media und Breitbandinternet braucht man heute nicht mal mehr rudiment&#228;rste Computerkenntnisse. Ja, man braucht nicht mal mehr einen Computer.</p>
<p>Die erste B&#252;rgerpflicht der Kommunikation der alten Schule ist es, sowohl nach Innen als auch nach Au&#223;en Kongruenz herzustellen. Hei&#223;t: Alle sollen mehr oder weniger das Gleiche sagen. Man macht das, indem man m&#246;glichst alle Kommuikationskan&#228;le an einer Stelle b&#252;ndelt. Beim Unternehmenskommunikator. Der gibt jede &#196;u&#223;erung frei und sorgt so daf&#252;r, dass keine Widerspr&#252;che gegen&#252;ber der externen und internen &#214;ffentlichkeit entstehen.Gerade f&#252;r Unternehmen, die am Kapitalmarkt operieren, ist das von gro&#223;er Wichtigkeit. Wer die Regeln der Kapitalmarktkommunikation nicht beachtet, dem drohen empfindliche Strafen.</p>
<p>Mit dem Erfolg der &#8220;neuen&#8221; Medien wird diese lineare Form der Kommunikationskontrolle immer schwieriger. Nach Au&#223;en, weil Facebook, Twitter, Blogs, online Medien usw. ein v&#246;llig un&#252;berschaubares und vor allem auch zeitlich, r&#228;umlich und kulturell nicht kontrollierbares Umfeld schaffen. Das Gleiche gilt f&#252;r die &#8220;Botschaftskontrolle&#8221; in der internen Kommunikation. E-Mail, Instant Messaging und Intranet (niemand in einem gro&#223;en Unternehmen kontrolliert das gesamte Intranet) machen die interne Informationskontrolle zur Farce. Vom obligatorischen Unternehmensklatsch in der Kaffeek&#252;che ganz zu schweigen.</p>
<p>De Facto ist das Ziel einer uniformen Kommunikation nach Innen wie nach Au&#223;en schon heute eine Illusion. Und: Um eine restriktive Informationspolitik durchzusetzen w&#228;re ein weltweites Team von Kontrolleuren notwenig. Ein Aufwand, der unter &#246;konomischen Gesichtspunkten nicht zu rechtfertigen ist, zumal sie wahrscheinlich selbst dann noch scheitern w&#252;rden.</p>
<p>Was ist die Antwort auf diese Schwierigkeiten? Wenn ich als Unternehmen noch in irgendeiner Weise kontrollieren will, was so &#252;ber mich verbreitet wird (intern wie extern), muss ich das Rollenbild des Unternehmenskommunikators neu definieren. Und zwar vom Kontrolleur hin zum Enabler. Man muss Menschen in die Lage versetzen, das im Sinne des Unternehmens Richtige zu tun/denken/sagen. Und zwar indem ich Sie einbeziehe. Indem ich internen wie externen Zielgruppen die M&#246;glichkeit gebe, den Kommunikationsprozess des Unternehmens unter gewissen Voraussetzungen mitzugestalten, erh&#246;he ich die Wahrscheinlichkeit, dass dies in meinem Sinne geschieht. Der Trick ist, diese &#8220;gewissen Voraussetzungen&#8221; so zu gestalten, dass dies nicht als Bevormundung oder G&#228;ngelung wahrgenommen wird.</p>
<p>Es gibt da die verschiedensten Ans&#228;tze: Ein amerikanisches Softwareunternehmen f&#252;r das ich fr&#252;her t&#228;tig war hat das mit einem Satz umschrieben: &#8220;DON&#8217;T BE STUPID&#8221;. Es apelliert an den gesunden Menschenverstand jedes einzelnen Mitarbeiters. Dieser Satz sagt einfach nur: Sei dir deiner Handlungen in der &#214;ffentlichkeit bewusst und tue nichts, was dem Unternehmen und/oder Dir schadet. Andere Unternehmen geben sich Social Media Guidelines. Ein etwas &#8220;deutscherer&#8221; Ansatz, der den Spielraum einengt, daf&#252;r aber interne &#8220;Rechtssicherheit&#8221; schafft. Solange ich mich innerhalb der Grenzen dieser Guidelines bewege, kann ich mich sicher f&#252;hlen.</p>
<p>Unabh&#228;ngig davon ver&#228;ndert der Umgang mit Social Media die Kultur des Umgangs der Mensch im und au&#223;erhalb des Unternehmens. Und gerade das Unternehmen muss in der Lage sein, Fehlschl&#228;ge zu verkraften. Guy Kawasakis Axiom &#8220;Social Media is the ability to fail&#8221; hat nach wie vor G&#252;ltigkeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bild By: <a href="http://blog.fundneider.at/">http://blog.fundneider.at/</a></p>
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		<title>Mein Traum-Tool f&#252;r die interne Kommunikation</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Sep 2011 09:10:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein gro&#223;er Teil der Kommunikation in einem Unternehmen l&#228;uft &#252;ber die beiden Standardkan&#228;le. Telefon und E-Mail. Und ganz ehrlich: Beide nerven ohne Ende. Ein st&#228;ndig klingelndes Telefon unterbricht andauernd den Arbeitsablauf. Als jemand, der vor allem inhaltlich arbeitet hei&#223;t das: Jedesmal wenn das Telefon klingelt, werde ich in meinem Gedanken-Stream unterbrochen. Nicht besonders effizient, wenn [...]<p>Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann spende doch einen Minibetrag hier:
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2011/09/tool.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1515" title="tool" src="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2011/09/tool.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Ein gro&#223;er Teil der Kommunikation in einem Unternehmen l&#228;uft &#252;ber die beiden Standardkan&#228;le. Telefon und E-Mail. Und ganz ehrlich: Beide nerven ohne Ende. Ein st&#228;ndig klingelndes Telefon unterbricht andauernd den Arbeitsablauf. Als jemand, der vor allem inhaltlich arbeitet hei&#223;t das: Jedesmal wenn das Telefon klingelt, werde ich in meinem Gedanken-Stream unterbrochen. Nicht besonders effizient, wenn man sich dutzende Male wieder in seine Story oder Rede zur&#252;ckdenken muss.</p>
<p>Noch schlimmer ist e-Mail. Und zwar aus zwei Gr&#252;nden. Erstens kostet es enorm viel Zeit. Selbstgesch&#228;tzte 70% aller e-Mails, die ich bekomme, sind vermeidbar, sie sind digitaler M&#252;ll, aber ich muss sie lesen, weil es ja wichtig sein k&#246;nnte.</p>
<p>Und es gibt noch einen zweiten, schlimmeren Effekt: E-Mail ist, besonders in gr&#246;&#223;eren Unternehmen, eine &#8220;Verantwortungs&#252;bernahme-Verhinderungs-Technologie&#8221;. Wenn man keine Verantwortung f&#252;r eine Handlung oder ein Statement &#252;bernehmen m&#246;chte, schickt man die Information an einen m&#246;glichst gro&#223;en Verteiler. Durch die Verteilung der Mail wird auch die Verantwortung f&#252;r die Inhalte verteilt, denn jeder der nicht effektiv widerspricht, wird mit in die Verantwortung genommen (Nach dem Motto: Sie sind mitschuld, ich hatte Ihnen den Entwurf doch geschickt).</p>
<p>Mit wird immer klarer, dass wir besonders in gro&#223;en Unternehmen einen anderen Zugang zu Kommunikation ben&#246;tigen. Es geht hierbei sicher nicht nur um Technologie, sondern auch um (Unternehmens-)Kultur. Aber Technologie hat schon immer Kultur mitgepr&#228;gt und darum habe ich mir einmal ein Traum-Tool zusammengestellt, dass alle meine Anforderungen an interne Kommunikationssturkturen erf&#252;llen w&#252;rde. Erg&#228;nzungen sind nat&#252;rlich immer wilkommen.</p>
<ol>
<li><strong>Dokumentenbasierte Kollaboration</strong> kennt man vor der Arbeit mit MS-Sharepoint oder Google Docs. Mehrere Leute k&#246;nnen gemeinsam an einem Dokument arbeiten. Das wird zentral vorgehalten, so dass nicht hunderte verschiedener Versionen via E-Mail kursieren, unn&#246;tigen Speicherplatz verbrauchen und Chaos verursachen. Noch besser f&#228;nde ich pers&#246;nlich ein Wiki, aber in gro&#223;en Unternehmen mit vielen Mitarebiter, die sich nicht darauf einlassen <del>wollen</del> <del>k&#246;nnen</del>, wird das kaum umzusetzen sein.</li>
<li>Instant Messaging entlastet meine Inbox und macht auch viele Telefonate &#252;berfl&#252;ssig. Au&#223;erdem kann ich signalisieren, dass ich nicht gest&#246;rt werden m&#246;chte. Z.B. durch eine Statusmeldung wie bei Skype. Wenn das IM auch noch die anderen Funktionalit&#228;ten von Skype aufweist, braucht man auch gar kein Telefon mehr. Spart ne Menge Hardware-Kosten.</li>
<li>Projekt-Pages nach dem Vorbild der Facebook-Fanpages w&#252;rden es erlauben f&#252;r einzelne Projekte oder ganze Abteilungen gemeinsame Plattformen zu schaffen, um sich auszutauschen, Dokumente zu hinterlegen, zu bloggen und zu microbloggen. Diskussionen anzusto&#223;en und sich abzustimmen. So kann man Teams schnell vernetzen. Das ist besonders wichtig wenn sich die Teams in unterschiedlichen Zeitzonen aufhalten. dann spart solche ein System eine Menge Zeit.</li>
<li>Eine M&#246;glichkeit, &#252;ber mehrere verschiedene Bereiche oder &#252;ber alle Bereiche &#252;bergreifend eine one-to-many Kommunikation zu installieren, um Top-Down-Kommunikation zu erm&#246;glichen.</li>
<li>Und das alles sollte zug&#228;nglich sein &#252;ber eine zentrale Startseite, die mir die wichtigsten Neuerungen anzeigt. Und das bitte auch als App f&#252;r Android und iOS und mit einer zentralen Danebank im Hintergrund und hohem Sicherheitsstandards.</li>
</ol>
<p>Gibt es sowas?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bild: CC-BY <a href="http://www.flickr.com/photos/geishaboy500/">http://www.flickr.com/photos/geishaboy500/</a></p>
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		<title>Interne Kommunikation: It&#8217;s the emotion, stupid!</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jul 2011 13:45:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manager lieben Zahlen. Das ist vern&#252;nftig, denn Zahlen helfen Probleme zu abstrahieren und daraus Ableitungen  &#252;ber die Realit&#228;t zu treffen. Das ist dann die Basis, auf der Entscheidungen getroffen werden. Soweit, so gut. Leider hilft einem ein solcher Ansatz relativ wenig, wenn man mit Mitarbeitern kommunizieren muss soll darf. Deren Verhalten ist n&#228;mlich (leider) nicht [...]<p>Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann spende doch einen Minibetrag hier:
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2011/07/OFC.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1489" title="OFC" src="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2011/07/OFC.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Manager lieben Zahlen. Das ist vern&#252;nftig, denn Zahlen helfen Probleme zu abstrahieren und daraus Ableitungen  &#252;ber die Realit&#228;t zu treffen. Das ist dann die Basis, auf der Entscheidungen getroffen werden. Soweit, so gut.</p>
<p>Leider hilft einem ein solcher Ansatz relativ wenig, wenn man mit Mitarbeitern kommunizieren <del>muss soll </del>darf. Deren Verhalten ist n&#228;mlich (leider) nicht mathematisch quantifizierbar. Das macht den Umgang mit ihnen innerhalb einer Organisation relativ anspruchsvoll. Sie verhalten sich (zumindest auf den ersten Blick) oft irrational, haben eine v&#246;llig andere Agenda und treffen unberechenbare Entscheidungen. Warum?</p>
<p>In einem wirtschaftlich gepr&#228;gten Umfeld werden Menschen, und damit auch der Mitarbeiter als sog. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Homo_oeconomicus">Homo Oeconomicus</a> betrachtet. Das ist eine Art, &#252;ber Menschen zu denken, wie sie jedem Betriebswirtschaftsstudent im Laufe seiner Ausbildung eingeimpft wird.</p>
<blockquote><p>Der Homo oeconomicus bezeichnet einen Akteur, der eigeninteressiert und rational handelt, seinen eigenen Nutzen maximiert, auf ver&#228;nderliche Restriktionen reagiert, feststehende Pr&#228;ferenzen hat und &#252;ber Information verf&#252;gt.</p></blockquote>
<p>Hier wird es problematisch. Denn Der Homo Oeconomicus ist eine Modellannahme, die, zumindest meiner Meinung nach, nur sehr begrenzt (wenn &#252;berhaupt) ein passendes Modell ist, um die menschliche Wirklichkeit zu beschreiben. Zwei Anhaltspunkte daf&#252;r:</p>
<p>Erstens: Man hat herausgefunden, dass &#8211; sobald auch nur rudiment&#228;re kognitive F&#228;higkeiten gefragt sind &#8211; klassische Incentivierung (Geld) kein guter Motivator ist. Im Gegenteil: Es ist sogar kontraproduktiv. Keine Angst, ich bin kein Kommunist. Die Studie ist vom M.I.T und beauftragt von der Federal Reserve Bank. Hier das Video dazu. Es lohnt sich sehr, sich hier mal 10 Minuten Zeit zu nehmen.</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Und hier der zweite Punkt. Er hat mit unserem Gehirn zu tun. Man hat herausgefunden, dass Menschen Entscheidungen in einem bestimmten Bereich ihres Gehirns treffen.<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Orbitofrontal_cortex"> Dem orbitofrontalen Cortex</a>. Das ist eine ziemlich interessante Erkenntnis, denn in just diesem Bereich werden auch Emotionen und Impulsentscheidungen gesteuert. Das legt den Verdacht nahe, dass wir Entscheidungen gar nicht &#8220;n&#252;chtern&#8221; treffen k&#246;nnen. Ich hab das an mir selbst beobachtet. Monatelang nach einem neuen Auto gesucht, alle Details abgew&#228;gt, Preise und Ausstattungsdetails verglichen. Ich habe einen guten Wagen gefunden, bin zum H&#228;ndler und habe dort&#8230; einen anderen Wagen gekauft, als den, den ich urspr&#252;nglich so lange gesucht hatte.</p>
<p>Wenn es also stimmt, dass wir auch in Organisationen mit Menschen zu tun haben, die nach diesen Prinzipien agieren, dann muss man die Frage stellen, warum wir nicht auch mehr danach kommunizieren. Vielleicht, weil es nicht in die Modelle der Betriebswirte passt? Vielleicht, weil Empathie nicht ganz oben auf der Liste der Softskills von Managern steht? M&#246;glich.</p>
<p>Emotionen sind verp&#246;nt im harten Manageralltag. Ich will ja auch nicht, dass man permanent rumheulen muss, oder immer den netten Waldorf-Onkel zu spielen hat. Im Gegenteil. Es geht viel mehr darum, dass man diese Funktionsprinzipien in die Ausgestaltung von Kommunikationsma&#223;nahmen einbezieht. Einerseits bei der Planung (Wie kommt es an, wenn die Mitarbeiter zuerst aus der Zeitung von einer Umstrukturierung erfahren?), aber auch bei der Umsetzung (macht es Sinn, ernsthaft &#252;ber virales Marketing in der internen Kommunikation nachzudenken?). Oder um es ganz kurz und plakativ zu sagen: Mitarbeiter sollten wie Menschen behandelt werden, und nicht wie Zahlen.</p>
<p>Bild: CC-BY <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:OFC.JPG">http://en.wikipedia.org/wiki/File:OFC.JPG</a></p>
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		<title>Interne Kommunikation: Timing ist alles</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 11:32:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Interne Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Begleiten von Change-Prozessen ist die K&#246;nigsdisziplin der internen Kommunikation. Warum? Na, wenn alles l&#228;uft und das Unternehmen sich vor Auftr&#228;gen und Gewinnen nicht retten kann, ist Kommunikation einfach. Das Management bedankt sich f&#252;r die tolle Arbeit, Boni k&#246;nnen an- und Rekordzahlen verk&#252;ndigt werden. In diesen Situationen findet in der Organisation praktisch keine Ver&#228;nderung statt. [...]<p>Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann spende doch einen Minibetrag hier:
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2011/06/TIMING.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1477" title="TIMING" src="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2011/06/TIMING.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Das Begleiten von Change-Prozessen ist die K&#246;nigsdisziplin der internen Kommunikation. Warum? Na, wenn alles l&#228;uft und das Unternehmen sich vor Auftr&#228;gen und Gewinnen nicht retten kann, ist Kommunikation einfach. Das Management bedankt sich f&#252;r die tolle Arbeit, Boni k&#246;nnen an- und Rekordzahlen verk&#252;ndigt werden. In diesen Situationen findet in der Organisation praktisch keine Ver&#228;nderung statt. Warum auch? Alles l&#228;uft wie geschmiert &#8211; never change a running system.</p>
<p>Dementsprechend findet Ver&#228;nderung im Unternehmen fast ausschlie&#223;lich dann statt, wenn es nicht gut um es bestellt ist. Umorganisationen, Stellenabbau, Gehaltsk&#252;rzungen oder der Verkauf ganzer Unternehmensteile stehen dann auf der Agenda. Man muss kein Empathie-Genie sein, um sich vorzustellen, dass dies negative Auswirkungen auf die Belegschaft und ihre Produktivit&#228;t hat. Wer sich um seinen Job sorgt, der k&#252;mmert sich nicht um Prozessverbesserungen, der denkt nicht an coole Aktionen f&#252;r das n&#228;chste Jahr, der denkt nicht an die Qualit&#228;tsziele. Er denkt daran, wie er seine Familie durchbringen und den Kredit f&#252;r Auto und Haus bedienen soll. Verst&#228;ndlich&#8230; menschlich. Hier sollte eigentlich die interne Kommunikation einen Beitrag zur D&#228;mpfung dieser negativen Effekte leisten. Aber oft scheitern diese Bem&#252;hungen. Die Frage ist: Warum?</p>
<p>Einen interessanten Ansatz auf der Frage nach dem warum liefert Alexander Groth mit seinem Ansatz der &#8220;<a href="http://karrierebibel.de/achterbahn-der-gefuhle-darum-scheitern-so-viele-change-prozesse/">Achterbahn der Gef&#252;hle</a>&#8220;. Es basiert auf der Arbeit von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_K%C3%BCbler-Ross">Elisabeth K&#252;bler-Ross </a>und zeigt, welche emotionalen Phasen Menschen im Zuge eines Trauer-Prozesses (oder auch: Mitarbeiter bei einem Change-Prozess) durchmachen (hier in leicht abgewandelter Form).</p>
<p><img class="alignnone" title="6-Phasen-Trauermodell nach Elisabeth K&#252;bler-Ross" src="http://karrierebibel.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/04/Achterbahn01.png" alt="" width="570" height="363" /></p>
<p>Das ansich ist schon einmal interessant. Es zeigt dem internen Kommunikator auf, in welcher Phase er mit welchen Widerst&#228;nden und Symptomen zu rechnen hat, und kann diese gezielt kommunikatorisch ansteuern. Nat&#252;rlich muss hier das Ziel sein, die X- und Y-Achse zu komprimieren. Also den gesamten Prozess schneller zu gestalten und die Ausschl&#228;ge zu minimieren. Ausschalten l&#228;sst sich diese Kurve imho nicht. Menschen sind nun mal emotionale Wesen.</p>
<p>Soweit so bekannt. Interne Kommunikatoren arbeiten schon lange nach diesem Prinzip (hoffentlich). Trotzdem funktioniert es oft nicht oder nur schlecht. Einen m&#246;glichen und wie ich finde auch sehr einleuchtenden Grund daf&#252;r liefert Groth gleich mit: In einem hierarchisch organisierten Unternehmen laufen Informationsstr&#228;nge und Change-Prozesse zumeist Top-Down. Das hei&#223;t: Die emotionalen Kurven bei Ver&#228;nderungsprozessen laufen unterschiedlich schnell ab und starten zu unterschiedlichen Zeitpunkten, je nachdem, auf welcher Stufe der Pyramide man sich befindet und wie schnell man informiert wird.</p>
<p><img class="alignnone" title="Unterschiedliche Phasen der &quot;Trauerbew&#228;ltigung&quot; in Change-Prozessen" src="http://karrierebibel.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/04/Achterbahn02.png" alt="" width="570" height="376" /></p>
<p>Hier k&#246;nnte der Hase im Pfeffer liegen, denn interne Kommunikationsprozesse sind in der Regel top-down initiiert. Ergo sind auch die Anforderungen durch das Management definiert, und die sind in ihrem “Trauerzyklus“ schon viel weiter als die einfachen Mitarbeiter. Die Konsequenz ist, dass es zu Irritationen kommt. Das Management (welches sich bereits in der Integrationsphase befindet) denkt, die Mitarbeiter w&#252;rden nicht mitziehen und auf Stur schalten (Wut-Phase). Die Mitarbeiter wiederum denken, das Management sei herzlos und w&#252;rde die verst&#228;ndlichen Gef&#252;hle der Belegschaft nicht ernst nehmen.  Dabei befinden sie sich einfach nur in verschiedenen Phasen des Trauer-Prozesses.<br />
Was also sind die Konsequenzen aus dieser Beobachtung?</p>
<ol>
<li>Es ist nicht zu verhindern, dass sich unterschiedliche Teile der Belegschaft je nach Hierarchieebene auf unterschiedlichen Trauer-Zyklen befinden. Man k&#246;nnte das nur verhindern, wenn man alle Mitarbeiter aller Ebenen zur gleichen Zeit informieren w&#252;rde. Das erscheint mir aber unrealistisch. Erstens m&#252;ssen Ideen f&#252;r Ver&#228;nderungen m&#252;ssen auf der F&#252;hrungsebene diskutiert und verhandelt werden, zweitens w&#252;rde v&#246;llige Transparenz und die Einbindung des ganzen Unternehmens am &#8220;Brainstorming&#8221; dazu f&#252;hren, dass Ideen bereits vor dem Beschluss torpediert werden. Damit f&#228;llt dieser hehre Wunsch per se flach.</li>
<li>Das Management muss Kenntnis dieser organisationspsychologsichen Mechanismen haben. Nur so kann man als interner Kommunikator sicher Argumentieren, dass&#8230;</li>
<li>&#8230; sich die globale (also f&#252;r alle Mitarbeiter zug&#228;ngliche) interne Kommunikation am langsamsten Zyklus ausrichten muss, auch wenn das in der F&#252;hrungsebene Unbehagen ausl&#246;sen d&#252;rfte. Stichwirt: Aber wir sind doch schon in der Implementierung.</li>
<li>Kommunikationsma&#223;nahmen m&#252;ssen zielgruppengerecht getimed werden. In gr&#246;&#223;eren Unternehmen spricht nichts dagegen, nach Status im Trauer-Zyklus zu segmentieren. W&#228;hrend also das mittlere Management in internen Workshops bereits konkret auf die Umsetzung der Ver&#228;nderung vorbereitet wird, kann parallel dazu eine Gespr&#228;chsrunde mit den unteren Ebenen anlaufen, um die Gr&#252;nde der Ver&#228;nderung zu erl&#228;utern und  zu signalisieren, dass man die &#196;ngste der Belegschaft ernst nimmt. Die Schwierigkeit dabei: Die Kan&#228;le auseinander halten und Informations&#252;bertrag (Ger&#252;chte) so gut wie m&#246;glich zu vermeiden. Au&#223;erdem muss der Eindruck vermieden werden, man w&#252;rde Informationen nach Hierarchieebene segmentieren.</li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bild: CC-BY http://www.flickr.com/photos/bogenfreund/4900728051/</p>
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