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	<title>Grenzpfosten &#187; Grenzpfosten</title>
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		<title>(Die eigenen) Reden analysieren mit Wordle</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 07:07:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[2Digg DiggEine gro&#223;e Rede zu schreiben ist eine Kunst &#8211; das sagen zumindest die meisten Redenschreiber. In Wahrheit ist es aber (auch) ein Handwerk. Man kann es lernen, wenn man die Grundregeln der Rhetorik verstanden hat. Eine der wichtigsten Regeln (und nicht die Einzige) ist die Repetition. Das was wichtig ist, muss h&#228;ufig vorkommen. Besonders in [...]<p>Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann spende doch einen Minibetrag hier:
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<p>Nun ist es bei der &#220;berpr&#252;fung einer Rede (sei es nun die eigene oder eine fremde) oft schwierig zu ermessen, ob die wichtigen Aussagen tats&#228;chlich auch r&#252;berkommen. Daf&#252;r gibt es ein kleines Hilfsmittel. <a href="http://www.wordle.net/">Wordle</a> kreiert aus einem Text eine Wortwolke, indem es die Wort je nach H&#228;ufigkeit gr&#246;&#223;er oder kleiner ausgibt. Das l&#228;sst sich perfekt einsetzen. Am Anfang jeder guten Rede steht die erfolgreihe Suche nach einer Kernbotschaft. Das, was ich den Leuten wirklich sagen will. Es ist oft nur eine kleine Sache, aber die muss r&#252;berkommen. Hier ein paar Beispiele:</p>
<p>Die <a href="http://en.wikisource.org/wiki/Blood,_Toil,_Tears_and_Sweat">gro&#223;e Rede </a>von Winston Churchill aus dem Jahr 1940:</p>
<p><a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2012/01/churchill.jpg"><img class="alignleft  wp-image-1558" title="churchill" src="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2012/01/churchill-300x205.jpg" alt="" width="583" height="323" /></a></p>
<p>Wie man gut erkennen kann nehmen die W&#246;rter<strong> survival, victory</strong> und<strong> hope</strong> eine dominierende Rolle ein. Ich denke, das war auch Churchills Intention, als er die Briten auf den Kampf gegen Nazi-Deutschland einschwor. Es wird hart und es wir viele Opfer geben, aber wenn wir Hoffnungsvoll an die Sache herangehen, dann werden wir &#252;berleben und siegreich sein.</p>
<p>Ganz &#228;hnlich verh&#228;lt es sich mit der<a href="http://www.usconstitution.net/dream.html"> &#8220;I have a Dream&#8221;-Rede </a>von Martin Luther King</p>
<p><a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2012/01/king.jpg"><img class="alignleft  wp-image-1565" title="king" src="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2012/01/king-300x198.jpg" alt="" width="577" height="372" /></a> </p>
<p>Die Begriffe <strong>dream</strong> und <strong>freedom</strong> nehmen hier eine zentrale Rolle ein auch das Wort negro wird h&#228;ufig verwendet. Damit unmissverst&#228;ndlich wird, f&#252;r wen King hier den Traum von der Freiheit tr&#228;umt.</p>
<p>Das dritte Beispiel (man sollte immer drei Beispiele bringen, das ist eine goldene Regel der Rhetorik) stammt von Helmut Kohl. Es ist die ber&#252;hmte Rede von den <a href="http://helmut-kohl.kas.de/index.php?msg=555">bl&#252;henden Landschaften</a>.</p>
<p><a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2012/01/kohl.jpg"><img class="alignleft  wp-image-1570" title="kohl" src="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2012/01/kohl-300x194.jpg" alt="" width="565" height="325" /></a></p>
<p>Hier zeigt sich, dass es Kohl in dieser Rede vor allem um das gemeinsame Miteinander der (wiedervereinigten) Deutschen geht. Die Begriffe <strong>Deutschen</strong> und <strong>gemeinsam</strong> stehen stark im Vordergrund. Wirtschaftliche Angleichung steht dagegen nicht so sehr im Mittelpunkt. So gesehen war die ber&#252;hmte Metapher von den &#8220;bl&#252;henden Landschaften&#8221; eine geschickte Ablenkung. Denn in Wirklichkeit ging es nur um die Verwirklichung der Wiedervereinigung (unter welchen bedingungen auch immer). Zumindest, wenn man Wordle glaubt.</p>
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