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	<title>Grenzpfosten &#187; Grenzpfosten</title>
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		<title>Unternehmenskommunikation: Vom Kontrolleur zum Enabler</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 20:01:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[1Digg DiggHeute wirds mal etwas theoretischer. Das Berufsbild des Berufskommunikatoren &#228;ndert sich. Als ich meine Ausbildung genossen habe, war die prim&#228;re Aufgabe des Kommunikators noch, als Verst&#228;rker und Vermittler zwischen Parteien zu fungieren. Also zum Beispiel ein Pressesprecher, der Botschaften des Unternehmens in die &#214;ffentlichkeit verst&#228;rkt und als Vermittler zwischen dem Unternehmen und den verschiedenen [...]<p>Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann spende doch einen Minibetrag hier:
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<p>&#196;hnlich auch in der internen Kommunikation. Hier fungierte der interne Kommunikator als Verst&#228;rker f&#252;r Botschaften, die das Management an die Belegschaft gestreut haben wollte, oder aber als Mittler zwischen den verschiedenen Anspruchgruppen, die in einem Unternehmen existieren.</p>
<p>Das ist heute sicher auch noch in vielen Bereichen der Fall und macht einen erheblichen Teil der t&#228;glichen Arbeit in diesen Feldern aus. Aber es kommen neue Aufgaben hinzu.</p>
<p>Dieses neue Feld hat in erster Linie mit der ver&#228;nderten Medienlandschaft und dem sich dadurch auch ge&#228;nderten Kommunikationsverhalten der Zielgruppen zu tun, aber auch mit der immer weiter zunehmenden Globalisierung der Unternehmenslandschaften. &#8221;Fr&#252;her&#8221; war ein Gro&#223;teil der Kommunikation organisiert und ritualisiert, d.h. die Kommunikation folgte einer mehr oder minder festgelegten Liturgie. Das war m&#246;glich, weil die vorhandenen Kommunikationskan&#228;le &#8211; erstens &#8211; wenige waren und &#8211; zweitens - die M&#246;glichkeiten des Versandes von Botschaften eingeschr&#228;nkt waren. Drittens wurde Kommunikation vornehmlich in einer Sprache, einer Zeitzone und einem kulturellen Kontext betrieben.</p>
<p>Mit dem Web und der Globalisierung vieler Unternehmensstrukturen hat sich das ge&#228;ndert. Jeder kann einen Server betreiben und dort Inhalte publizieren. Und mit dem Aufkommen von Social Media und Breitbandinternet braucht man heute nicht mal mehr rudiment&#228;rste Computerkenntnisse. Ja, man braucht nicht mal mehr einen Computer.</p>
<p>Die erste B&#252;rgerpflicht der Kommunikation der alten Schule ist es, sowohl nach Innen als auch nach Au&#223;en Kongruenz herzustellen. Hei&#223;t: Alle sollen mehr oder weniger das Gleiche sagen. Man macht das, indem man m&#246;glichst alle Kommuikationskan&#228;le an einer Stelle b&#252;ndelt. Beim Unternehmenskommunikator. Der gibt jede &#196;u&#223;erung frei und sorgt so daf&#252;r, dass keine Widerspr&#252;che gegen&#252;ber der externen und internen &#214;ffentlichkeit entstehen.Gerade f&#252;r Unternehmen, die am Kapitalmarkt operieren, ist das von gro&#223;er Wichtigkeit. Wer die Regeln der Kapitalmarktkommunikation nicht beachtet, dem drohen empfindliche Strafen.</p>
<p>Mit dem Erfolg der &#8220;neuen&#8221; Medien wird diese lineare Form der Kommunikationskontrolle immer schwieriger. Nach Au&#223;en, weil Facebook, Twitter, Blogs, online Medien usw. ein v&#246;llig un&#252;berschaubares und vor allem auch zeitlich, r&#228;umlich und kulturell nicht kontrollierbares Umfeld schaffen. Das Gleiche gilt f&#252;r die &#8220;Botschaftskontrolle&#8221; in der internen Kommunikation. E-Mail, Instant Messaging und Intranet (niemand in einem gro&#223;en Unternehmen kontrolliert das gesamte Intranet) machen die interne Informationskontrolle zur Farce. Vom obligatorischen Unternehmensklatsch in der Kaffeek&#252;che ganz zu schweigen.</p>
<p>De Facto ist das Ziel einer uniformen Kommunikation nach Innen wie nach Au&#223;en schon heute eine Illusion. Und: Um eine restriktive Informationspolitik durchzusetzen w&#228;re ein weltweites Team von Kontrolleuren notwenig. Ein Aufwand, der unter &#246;konomischen Gesichtspunkten nicht zu rechtfertigen ist, zumal sie wahrscheinlich selbst dann noch scheitern w&#252;rden.</p>
<p>Was ist die Antwort auf diese Schwierigkeiten? Wenn ich als Unternehmen noch in irgendeiner Weise kontrollieren will, was so &#252;ber mich verbreitet wird (intern wie extern), muss ich das Rollenbild des Unternehmenskommunikators neu definieren. Und zwar vom Kontrolleur hin zum Enabler. Man muss Menschen in die Lage versetzen, das im Sinne des Unternehmens Richtige zu tun/denken/sagen. Und zwar indem ich Sie einbeziehe. Indem ich internen wie externen Zielgruppen die M&#246;glichkeit gebe, den Kommunikationsprozess des Unternehmens unter gewissen Voraussetzungen mitzugestalten, erh&#246;he ich die Wahrscheinlichkeit, dass dies in meinem Sinne geschieht. Der Trick ist, diese &#8220;gewissen Voraussetzungen&#8221; so zu gestalten, dass dies nicht als Bevormundung oder G&#228;ngelung wahrgenommen wird.</p>
<p>Es gibt da die verschiedensten Ans&#228;tze: Ein amerikanisches Softwareunternehmen f&#252;r das ich fr&#252;her t&#228;tig war hat das mit einem Satz umschrieben: &#8220;DON&#8217;T BE STUPID&#8221;. Es apelliert an den gesunden Menschenverstand jedes einzelnen Mitarbeiters. Dieser Satz sagt einfach nur: Sei dir deiner Handlungen in der &#214;ffentlichkeit bewusst und tue nichts, was dem Unternehmen und/oder Dir schadet. Andere Unternehmen geben sich Social Media Guidelines. Ein etwas &#8220;deutscherer&#8221; Ansatz, der den Spielraum einengt, daf&#252;r aber interne &#8220;Rechtssicherheit&#8221; schafft. Solange ich mich innerhalb der Grenzen dieser Guidelines bewege, kann ich mich sicher f&#252;hlen.</p>
<p>Unabh&#228;ngig davon ver&#228;ndert der Umgang mit Social Media die Kultur des Umgangs der Mensch im und au&#223;erhalb des Unternehmens. Und gerade das Unternehmen muss in der Lage sein, Fehlschl&#228;ge zu verkraften. Guy Kawasakis Axiom &#8220;Social Media is the ability to fail&#8221; hat nach wie vor G&#252;ltigkeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bild By: <a href="http://blog.fundneider.at/">http://blog.fundneider.at/</a></p>
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		<title>Mein Traum-Tool f&#252;r die interne Kommunikation</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Sep 2011 09:10:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2011/09/tool.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1515" title="tool" src="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2011/09/tool.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Ein gro&#223;er Teil der Kommunikation in einem Unternehmen l&#228;uft &#252;ber die beiden Standardkan&#228;le. Telefon und E-Mail. Und ganz ehrlich: Beide nerven ohne Ende. Ein st&#228;ndig klingelndes Telefon unterbricht andauernd den Arbeitsablauf. Als jemand, der vor allem inhaltlich arbeitet hei&#223;t das: Jedesmal wenn das Telefon klingelt, werde ich in meinem Gedanken-Stream unterbrochen. Nicht besonders effizient, wenn man sich dutzende Male wieder in seine Story oder Rede zur&#252;ckdenken muss.</p>
<p>Noch schlimmer ist e-Mail. Und zwar aus zwei Gr&#252;nden. Erstens kostet es enorm viel Zeit. Selbstgesch&#228;tzte 70% aller e-Mails, die ich bekomme, sind vermeidbar, sie sind digitaler M&#252;ll, aber ich muss sie lesen, weil es ja wichtig sein k&#246;nnte.</p>
<p>Und es gibt noch einen zweiten, schlimmeren Effekt: E-Mail ist, besonders in gr&#246;&#223;eren Unternehmen, eine &#8220;Verantwortungs&#252;bernahme-Verhinderungs-Technologie&#8221;. Wenn man keine Verantwortung f&#252;r eine Handlung oder ein Statement &#252;bernehmen m&#246;chte, schickt man die Information an einen m&#246;glichst gro&#223;en Verteiler. Durch die Verteilung der Mail wird auch die Verantwortung f&#252;r die Inhalte verteilt, denn jeder der nicht effektiv widerspricht, wird mit in die Verantwortung genommen (Nach dem Motto: Sie sind mitschuld, ich hatte Ihnen den Entwurf doch geschickt).</p>
<p>Mit wird immer klarer, dass wir besonders in gro&#223;en Unternehmen einen anderen Zugang zu Kommunikation ben&#246;tigen. Es geht hierbei sicher nicht nur um Technologie, sondern auch um (Unternehmens-)Kultur. Aber Technologie hat schon immer Kultur mitgepr&#228;gt und darum habe ich mir einmal ein Traum-Tool zusammengestellt, dass alle meine Anforderungen an interne Kommunikationssturkturen erf&#252;llen w&#252;rde. Erg&#228;nzungen sind nat&#252;rlich immer wilkommen.</p>
<ol>
<li><strong>Dokumentenbasierte Kollaboration</strong> kennt man vor der Arbeit mit MS-Sharepoint oder Google Docs. Mehrere Leute k&#246;nnen gemeinsam an einem Dokument arbeiten. Das wird zentral vorgehalten, so dass nicht hunderte verschiedener Versionen via E-Mail kursieren, unn&#246;tigen Speicherplatz verbrauchen und Chaos verursachen. Noch besser f&#228;nde ich pers&#246;nlich ein Wiki, aber in gro&#223;en Unternehmen mit vielen Mitarebiter, die sich nicht darauf einlassen <del>wollen</del> <del>k&#246;nnen</del>, wird das kaum umzusetzen sein.</li>
<li>Instant Messaging entlastet meine Inbox und macht auch viele Telefonate &#252;berfl&#252;ssig. Au&#223;erdem kann ich signalisieren, dass ich nicht gest&#246;rt werden m&#246;chte. Z.B. durch eine Statusmeldung wie bei Skype. Wenn das IM auch noch die anderen Funktionalit&#228;ten von Skype aufweist, braucht man auch gar kein Telefon mehr. Spart ne Menge Hardware-Kosten.</li>
<li>Projekt-Pages nach dem Vorbild der Facebook-Fanpages w&#252;rden es erlauben f&#252;r einzelne Projekte oder ganze Abteilungen gemeinsame Plattformen zu schaffen, um sich auszutauschen, Dokumente zu hinterlegen, zu bloggen und zu microbloggen. Diskussionen anzusto&#223;en und sich abzustimmen. So kann man Teams schnell vernetzen. Das ist besonders wichtig wenn sich die Teams in unterschiedlichen Zeitzonen aufhalten. dann spart solche ein System eine Menge Zeit.</li>
<li>Eine M&#246;glichkeit, &#252;ber mehrere verschiedene Bereiche oder &#252;ber alle Bereiche &#252;bergreifend eine one-to-many Kommunikation zu installieren, um Top-Down-Kommunikation zu erm&#246;glichen.</li>
<li>Und das alles sollte zug&#228;nglich sein &#252;ber eine zentrale Startseite, die mir die wichtigsten Neuerungen anzeigt. Und das bitte auch als App f&#252;r Android und iOS und mit einer zentralen Danebank im Hintergrund und hohem Sicherheitsstandards.</li>
</ol>
<p>Gibt es sowas?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bild: CC-BY <a href="http://www.flickr.com/photos/geishaboy500/">http://www.flickr.com/photos/geishaboy500/</a></p>
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		<title>Interne Kommunikation: Timing ist alles</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 11:32:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Begleiten von Change-Prozessen ist die K&#246;nigsdisziplin der internen Kommunikation. Warum? Na, wenn alles l&#228;uft und das Unternehmen sich vor Auftr&#228;gen und Gewinnen nicht retten kann, ist Kommunikation einfach. Das Management bedankt sich f&#252;r die tolle Arbeit, Boni k&#246;nnen an- und Rekordzahlen verk&#252;ndigt werden. In diesen Situationen findet in der Organisation praktisch keine Ver&#228;nderung statt. [...]<p>Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann spende doch einen Minibetrag hier:
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]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2011/06/TIMING.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1477" title="TIMING" src="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2011/06/TIMING.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Das Begleiten von Change-Prozessen ist die K&#246;nigsdisziplin der internen Kommunikation. Warum? Na, wenn alles l&#228;uft und das Unternehmen sich vor Auftr&#228;gen und Gewinnen nicht retten kann, ist Kommunikation einfach. Das Management bedankt sich f&#252;r die tolle Arbeit, Boni k&#246;nnen an- und Rekordzahlen verk&#252;ndigt werden. In diesen Situationen findet in der Organisation praktisch keine Ver&#228;nderung statt. Warum auch? Alles l&#228;uft wie geschmiert &#8211; never change a running system.</p>
<p>Dementsprechend findet Ver&#228;nderung im Unternehmen fast ausschlie&#223;lich dann statt, wenn es nicht gut um es bestellt ist. Umorganisationen, Stellenabbau, Gehaltsk&#252;rzungen oder der Verkauf ganzer Unternehmensteile stehen dann auf der Agenda. Man muss kein Empathie-Genie sein, um sich vorzustellen, dass dies negative Auswirkungen auf die Belegschaft und ihre Produktivit&#228;t hat. Wer sich um seinen Job sorgt, der k&#252;mmert sich nicht um Prozessverbesserungen, der denkt nicht an coole Aktionen f&#252;r das n&#228;chste Jahr, der denkt nicht an die Qualit&#228;tsziele. Er denkt daran, wie er seine Familie durchbringen und den Kredit f&#252;r Auto und Haus bedienen soll. Verst&#228;ndlich&#8230; menschlich. Hier sollte eigentlich die interne Kommunikation einen Beitrag zur D&#228;mpfung dieser negativen Effekte leisten. Aber oft scheitern diese Bem&#252;hungen. Die Frage ist: Warum?</p>
<p>Einen interessanten Ansatz auf der Frage nach dem warum liefert Alexander Groth mit seinem Ansatz der &#8220;<a href="http://karrierebibel.de/achterbahn-der-gefuhle-darum-scheitern-so-viele-change-prozesse/">Achterbahn der Gef&#252;hle</a>&#8220;. Es basiert auf der Arbeit von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_K%C3%BCbler-Ross">Elisabeth K&#252;bler-Ross </a>und zeigt, welche emotionalen Phasen Menschen im Zuge eines Trauer-Prozesses (oder auch: Mitarbeiter bei einem Change-Prozess) durchmachen (hier in leicht abgewandelter Form).</p>
<p><img class="alignnone" title="6-Phasen-Trauermodell nach Elisabeth K&#252;bler-Ross" src="http://karrierebibel.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/04/Achterbahn01.png" alt="" width="570" height="363" /></p>
<p>Das ansich ist schon einmal interessant. Es zeigt dem internen Kommunikator auf, in welcher Phase er mit welchen Widerst&#228;nden und Symptomen zu rechnen hat, und kann diese gezielt kommunikatorisch ansteuern. Nat&#252;rlich muss hier das Ziel sein, die X- und Y-Achse zu komprimieren. Also den gesamten Prozess schneller zu gestalten und die Ausschl&#228;ge zu minimieren. Ausschalten l&#228;sst sich diese Kurve imho nicht. Menschen sind nun mal emotionale Wesen.</p>
<p>Soweit so bekannt. Interne Kommunikatoren arbeiten schon lange nach diesem Prinzip (hoffentlich). Trotzdem funktioniert es oft nicht oder nur schlecht. Einen m&#246;glichen und wie ich finde auch sehr einleuchtenden Grund daf&#252;r liefert Groth gleich mit: In einem hierarchisch organisierten Unternehmen laufen Informationsstr&#228;nge und Change-Prozesse zumeist Top-Down. Das hei&#223;t: Die emotionalen Kurven bei Ver&#228;nderungsprozessen laufen unterschiedlich schnell ab und starten zu unterschiedlichen Zeitpunkten, je nachdem, auf welcher Stufe der Pyramide man sich befindet und wie schnell man informiert wird.</p>
<p><img class="alignnone" title="Unterschiedliche Phasen der &quot;Trauerbew&#228;ltigung&quot; in Change-Prozessen" src="http://karrierebibel.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/04/Achterbahn02.png" alt="" width="570" height="376" /></p>
<p>Hier k&#246;nnte der Hase im Pfeffer liegen, denn interne Kommunikationsprozesse sind in der Regel top-down initiiert. Ergo sind auch die Anforderungen durch das Management definiert, und die sind in ihrem “Trauerzyklus“ schon viel weiter als die einfachen Mitarbeiter. Die Konsequenz ist, dass es zu Irritationen kommt. Das Management (welches sich bereits in der Integrationsphase befindet) denkt, die Mitarbeiter w&#252;rden nicht mitziehen und auf Stur schalten (Wut-Phase). Die Mitarbeiter wiederum denken, das Management sei herzlos und w&#252;rde die verst&#228;ndlichen Gef&#252;hle der Belegschaft nicht ernst nehmen.  Dabei befinden sie sich einfach nur in verschiedenen Phasen des Trauer-Prozesses.<br />
Was also sind die Konsequenzen aus dieser Beobachtung?</p>
<ol>
<li>Es ist nicht zu verhindern, dass sich unterschiedliche Teile der Belegschaft je nach Hierarchieebene auf unterschiedlichen Trauer-Zyklen befinden. Man k&#246;nnte das nur verhindern, wenn man alle Mitarbeiter aller Ebenen zur gleichen Zeit informieren w&#252;rde. Das erscheint mir aber unrealistisch. Erstens m&#252;ssen Ideen f&#252;r Ver&#228;nderungen m&#252;ssen auf der F&#252;hrungsebene diskutiert und verhandelt werden, zweitens w&#252;rde v&#246;llige Transparenz und die Einbindung des ganzen Unternehmens am &#8220;Brainstorming&#8221; dazu f&#252;hren, dass Ideen bereits vor dem Beschluss torpediert werden. Damit f&#228;llt dieser hehre Wunsch per se flach.</li>
<li>Das Management muss Kenntnis dieser organisationspsychologsichen Mechanismen haben. Nur so kann man als interner Kommunikator sicher Argumentieren, dass&#8230;</li>
<li>&#8230; sich die globale (also f&#252;r alle Mitarbeiter zug&#228;ngliche) interne Kommunikation am langsamsten Zyklus ausrichten muss, auch wenn das in der F&#252;hrungsebene Unbehagen ausl&#246;sen d&#252;rfte. Stichwirt: Aber wir sind doch schon in der Implementierung.</li>
<li>Kommunikationsma&#223;nahmen m&#252;ssen zielgruppengerecht getimed werden. In gr&#246;&#223;eren Unternehmen spricht nichts dagegen, nach Status im Trauer-Zyklus zu segmentieren. W&#228;hrend also das mittlere Management in internen Workshops bereits konkret auf die Umsetzung der Ver&#228;nderung vorbereitet wird, kann parallel dazu eine Gespr&#228;chsrunde mit den unteren Ebenen anlaufen, um die Gr&#252;nde der Ver&#228;nderung zu erl&#228;utern und  zu signalisieren, dass man die &#196;ngste der Belegschaft ernst nimmt. Die Schwierigkeit dabei: Die Kan&#228;le auseinander halten und Informations&#252;bertrag (Ger&#252;chte) so gut wie m&#246;glich zu vermeiden. Au&#223;erdem muss der Eindruck vermieden werden, man w&#252;rde Informationen nach Hierarchieebene segmentieren.</li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bild: CC-BY http://www.flickr.com/photos/bogenfreund/4900728051/</p>
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		<title>Social Boredom: Hab ich wirklich so lange nicht mehr gebloggt?</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jun 2011 13:19:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[streitbar]]></category>
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		<description><![CDATA[Neulich war ich wieder mal auf meinem Blog. Komisch, wenn man so etwas schreibt. Noch vor einem Jahr w&#228;re mir das nicht passiert, eine Woche ohne bloggen. Aber jetzt datiert mein letzter Artikel vom 9. April und heute haben wir den 2. Juni. Das ist Krass. Wie kommts? Klar, ich hatte in letzter Zeit viel [...]<p>Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann spende doch einen Minibetrag hier:
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<p>Wie kommts? Klar, ich hatte in letzter Zeit viel um die Ohren, und klar, der neue Job fordert mich ziemlich und klar, famili&#228;r gab es auch eine ganze Menge. Aber ist das wirklich der Grund? Ich habe Zweifel.</p>
<p>Ich habe vor ein paar Jahren dieses Blog angefangen, weil mich das Thema PR-Medien und Social Media extrem interessiert haben.  Es war Neuland, man musste erst einmal herausfinden, wozu das alles gut sein kann. Was das bringen kann. Was man tun sollte und was besser nicht. Diese Fragen sind heute  &#8211; 2011 &#8211; hinl&#228;glich besprochen, wenn auch vielleicht nicht vollst&#228;ndig gekl&#228;rt. Social Media geh&#246;rt zum guten Ton, auch f&#252;r Unternehmen, die Solcial Media  nicht brauchen (ja, das gibt es)  oder die besser daran t&#228;ten, es nicht zu versuchen (da gibts noch viel mehr). Das Thema ist konzeptionell mehr oder weniger durch. Es gibt vereinzelt noch interessante Bet&#228;tigungsfelder (ich bin nachwievor der Meinung, dass ein Social Media Management nur dann nachhaltig Sinn macht, wenn es sich auch in der Unternehmensorganistion wiederfindet) aber im gro&#223;en und Ganzen ist das Thema weg von den Vision&#228;ren und hin zu den Managern gegangen.</p>
<p>Dementsprechend ist die ganze Chose etwas langweilig geworden. Wenn ich heute meinen gut best&#252;ckten Feedreader durchforste finde ich pro Tag bei 400+ Beitr&#228;gen vielleicht einen oder zwei, die ich noch wirklich lese. Der Rest sind olle Kamellen, auch von Leuten, die gemeinhin als Avantgarde gelten (oder gegolten haben?). Facebook? Same Story. Twitter, ein bisschen besser aber auch nicht berauschend.</p>
<p>Die Frage ist: Mach ich was falsch? No News finds me! Ist das nur meine Sparte, die stagniert, oder ist es so, wie A<a href="http://www.czyslansky.net/?p=4318#comment-4295">lexander neulich kommentiert hat</a>:</p>
<blockquote><p>Was haben wir mit dem Internet gemacht?<br />
Es war ein anarchistischer Spielplatz f&#252;r Kindsk&#246;pfe, Wissenschaftler,  Nerds und Kreative</p>
<p>Und was haben wir daraus gemacht?<br />
Ein hochkommerzielles Mainstream Medium.<br />
Werbung, Werbung, Werbung.<br />
Triefend von Selbstdarstellung von Unternehmen und langweiligen Menschen.<br />
Dazwischen ein Haufen Spam und Billionen nicht relevante Informationen.<br />
Gew&#252;rzt mit den 3 grossen Ps (Porn, Pills, Poker)<br />
Strebernetzwerke, die uns noch mehr Kontakte und Beziehungen versprechen  um noch mehr Geld zu verdienen. Nicht zu vergessen die privaten  Kontaktb&#246;rsen, die uns die gro&#223;e Liebe versprechen.<br />
Smalltalk-Plattformen f&#252;r noch mehr leeres Geschw&#228;tz.<br />
Der ganze M&#252;ll verdeckt die Perlen, wegen denen wir das Netz eigentlich lieben.<br />
Und als ob das nicht schon genug w&#228;re, beginnen Regierungen und Konzerne jetzt auch noch zu kontrollieren und zu zensieren.</p>
<p>Ich bin seit 1994 (fast permanent) online und jetzt ich sch&#228;me mich.<br />
Wir haben es versaut!<br />
Wir brauchen eine neue unverkackte Spielwiese!</p></blockquote>
<p>Oder werd ich einfach alt?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bild: CC-BY <a href="http://www.flickr.com/photos/functoruser">http://www.flickr.com/photos/functoruser</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>iCorrect: Steilvorlage f&#252;r interne Kommunikation</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Apr 2011 16:36:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interne Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
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		<description><![CDATA[Schon vor geraumer Zeit bin ich auf eine wirklich interessante Website namens iCorrect gesto&#223;en. Es ist eine Plattform, auf der Prominente und Organisationen Sachverhalte richtig stellen k&#246;nnen. Was gerade in England, wo die Seite herkommt, von recht gro&#223;er Bedeutung zu sein scheint, denn da sind die Boulevardmedien nicht gerade zimperlich und schie&#223;en gerne mal (beabsichtigt [...]<p>Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann spende doch einen Minibetrag hier:
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2011/04/silence.png"><img class="alignleft size-full wp-image-1447" title="silence" src="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2011/04/silence.png" alt="" width="300" height="300" /></a>Schon vor geraumer Zeit bin ich auf eine wirklich interessante Website namens <a href="http://www.icorrect.com/">iCorrect</a> gesto&#223;en. Es ist eine Plattform, auf der Prominente und Organisationen Sachverhalte richtig stellen k&#246;nnen. Was gerade in England, wo die Seite herkommt, von recht gro&#223;er Bedeutung zu sein scheint, denn da sind die Boulevardmedien nicht gerade zimperlich und schie&#223;en gerne mal (beabsichtigt oder nicht) &#252;ber das Ziel der Wahrhaftigkeit hinaus. Und da tut es gut, wenn man die M&#246;glichkeit einer Richtigstellung hat.</p>
<p>Ich glaube, ein solches System, w&#228;re ein geradezu ideales Tool f&#252;r die interne Kommunikation. Warum? Weil gerade gr&#246;&#223;ere Unternehmen besonders in einer Krisensituation oft nichts anderes sind als gewaltige Ger&#252;chtemaschinen. Man kann sich gar nicht vorstellen, was sich Mitarbeiter alles an absurden Szenarien einfallen lassen k&#246;nnen, wenn es einer Firma schlecht geht. So absurd das Verhalten ist, so nachvollziehbar ist es auch. Menschen, die mit Unsicherheit konfrontiert sind, haben Angst und in ihrer Angst malen sie sich die sch&#246;nsten Horroszenarien aus.</p>
<p>In der internen Kommunikation kann man recht wenig dagegen tun. Denn Ger&#252;chte sind fl&#252;chtig und man kann ja wohl kaum zu jedem Ger&#252;cht, das man aufschnappt einen Aushang oder eine Intranet-News verfassen. Aber was man tun k&#246;nnte, w&#228;re eine Subseite in der Form von iCorrect einrichten und da diesen Ger&#252;chten einfach und schnell den Garaus machen.</p>
<p>Das ganze hat nur einen Haken. Man muss schon ehrlich sein. Wenn ein Ger&#252;cht der Wahrheit entspricht, dann muss man auch Farbe bekennen. Oder aber man schweigt dr&#246;hnend zu diesem Sachverhalt, was dann einem Ja-Bekenntnis gleich k&#228;me. Trotzdem, gerade in einer Krise bei einer schwer verunsicherten Mannschaft k&#246;nnte dies genau der richtige Ansatz sein um erstens die w&#252;stesten Ger&#252;chte vom Tisch zu nehmen und zweitens das Vertrauen ins Management zu st&#228;rken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bild: CC-By <a href="http://limpa-vias.blogspot.com/2007_11_01_archive.html">http://limpa-vias.blogspot.com/2007_11_01_archive.html</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Ifttt: Endlich wieder ein Tool f&#252;r echte Nerds</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 18:49:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[tools]]></category>
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		<description><![CDATA[Spiele seit ein paar Tagen mit Ifttt herum. Keine Angst, ich habe keinen Schnupfen. Ifttt steht f&#252;r &#8220;If This Then That&#8221; und damit w&#228;re auch schon hinreichend beschrieben, was dieses Tool so tut. Man setzt Konditionen zum Triggern verschiedener Social Media Dienste. Hei&#223;t konkret, ich kann, zum Beispiel ifttt so einstellen, dass es mein Twitter [...]<p>Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann spende doch einen Minibetrag hier:
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]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2011/02/ifttt.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1435" title="ifttt" src="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2011/02/ifttt.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Spiele seit ein paar Tagen mit <a href="http://ifttt.com/">Ifttt</a> herum. Keine Angst, ich habe keinen Schnupfen. Ifttt steht f&#252;r &#8220;If This Then That&#8221; und damit w&#228;re auch schon hinreichend beschrieben, was dieses Tool so tut. Man setzt Konditionen zum Triggern verschiedener Social Media Dienste. Hei&#223;t konkret, ich kann, zum Beispiel ifttt so einstellen, dass es mein Twitter Account veranlasst, ab einer bestimmten Temperatur an einem bestimten Ort (via Wetter.com) zu melden, dass mir kalt ist. Das an sich ist jetzt &#8216;ne ziemliche Gaga-Geschichte, aber man kann im Prinzip alles damit machen.</p>
<p>Ich zum Beispiel habe mich immer dar&#252;ber ge&#228;rgert, dass Links, die ich retweete, f&#252;r mich praktisch verloren sind, weil sie nirgends archiviert werden. Das hat mit Ifttt ein Ende. Denn ich habe mein Ifttt so programmiert, dass jedes mal, wenn ich einen Link tweete, dieser Link automatisch auch in mein Del.icio.us-Account wandert. Und das ist verdammt praktisch.</p>
<p>Wof&#252;r man ifttt noch einsetzen kann? F&#252;r ziemlich viel. Probier es aus, wenn Du ein bisschen Programmierer-Denke hast. F&#252;r mich das netteste Nerd-Tool seit Yahoo Pipes.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mess&#8217; den Blabla-Faktor deiner Pressemeldungen</title>
		<link>http://www.grenzpfosten.de/2011/02/20/mess-den-blabla-faktor-deiner-pressemeldungen/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Feb 2011 15:57:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
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		<description><![CDATA[Manchmal ist es am&#252;sant, manchmal macht es einen w&#252;tend. Agenturprosa in Pressemitteilungen ist weithin beliebt bei Kunden und verhasst bei Journalisten. Dahinter steckt zumeist das bestreben, Dinge sch&#246;ner aussehen zu lassen, als sie in Wirklichkeit sind, oder aber Dinge so verklausuliert zu schreiben, dass man sie zwar sagt, aber nicht richtig. Man will eben ein [...]<p>Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann spende doch einen Minibetrag hier:
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2011/02/bullshit.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1426" title="bullshit" src="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2011/02/bullshit.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Manchmal ist es am&#252;sant, manchmal macht es einen w&#252;tend. Agenturprosa in Pressemitteilungen ist weithin beliebt bei Kunden und verhasst bei Journalisten. Dahinter steckt zumeist das bestreben, Dinge sch&#246;ner aussehen zu lassen, als sie in Wirklichkeit sind, oder aber Dinge so verklausuliert zu schreiben, dass man sie zwar sagt, aber nicht richtig.</p>
<p>Man will eben ein paar Dinge kaschieren. Der Grund ist klar&#8230; man will halt verkaufen. Und wer kauft schon ein Produkt oder eine Idee, von der schon der Urheber selbst sagt: <em>Naja&#8230; ist eigentlich schon ein bissl lasch und war schon mal da</em>.  Stattdessen legt man lieber noch ein paar Bullshit-W&#246;rter nach, um zu verstecken, dass das Produkt in Wirklichkeit eigentlich gar nicht so toll ist. Wichtigstes Utensil des Agentursprechs sind Buzzwords, oder Bullshit-W&#246;rter. Im Zusammenhang mit Social-Media-Kommunikation ist beispielsweise &#8220;Dialog&#8221; das Super-Buzzword: Dialogbereitschaft, dialogorientiert, dialogisch, organisierter Dialog&#8230;</p>
<p>In diesen Pressemitteilungssprech verf&#228;llt man ziemlich schnell, da kann es ab und an nicht schaden, einmal kritisch zu &#252;berpr&#252;fen, ob man noch was zu sagen hat, oder einfach nur spricht. Daf&#252;r gibt es jetzt ein nettes kleines Tool. Das <a href="http://www.blablameter.de/index.php">Blablameter</a>. Hier kann man Texte eingeben, und das Tool spuckt dann einen Wert aus, der signalisiert, wie viel Blabla in dem Text drin ist.</p>
<p>Wie genau das Tool funktioniert, wollten die Macher auf Mailanfrage nicht sagen. Nur soviel:</p>
<blockquote><p>Grunds&#228;tzlich aber pr&#252;ft das Tool den Text auf mehrere sprachliche Parameter, ein wichtiger Parameter ist z.B., in welchem Umfang der Text im Nominalstil geschrieben ist, ein anderer ist die Verwendung &#252;berlanger W&#246;rter.<br />
Dar&#252;ber hinaus wird der Text auf bestimmte Phrasenmuster abgeklopft, die in unterschiedlicher Gewichtung  mit eingerechnet werden.</p></blockquote>
<p>Am&#252;sant ist das allemal, und wer wei&#223;, vielleicht wird der eine oder andere Texter sein Schaffenswerk ja nochmal &#252;berarbeiten.</p>
<p>P.S. Dieser Text hat laut Blablameter mit 0,19 einen ziemlich geringen Bullshit-Faktor <img src='http://www.grenzpfosten.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Bild: CC-BY: <a href="http://www.flickr.com/photos/stanleydesigner/">http://www.flickr.com/photos/stanleydesigner/</a></p>
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		<title>Interview: Kai Fischer &#252;ber Social Media beim ADAC</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 09:23:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[ADAC]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor ein Paar Wochen habe ich Kai Fischer (twitter, xing) vom ADAC kennengelernt und wir sind gleich auf das Thema Social Media gekommen. Es wurde gleich interessant. Grund genug, mal ein Interview mit ihm zu machen. Kai, Du bist Projektmanager f&#252;r Digitale Produkte und Leistungen beim ADAC. Was genau machst Du beim Autoclub? Ich konzeptioniere [...]<p>Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann spende doch einen Minibetrag hier:
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2011/02/KaiFischer.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1410" title="KaiFischer" src="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2011/02/KaiFischer.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><em>Vor ein Paar Wochen habe ich Kai Fischer (<a href="http://twitter.com/kaifischer">twitter</a>, <a href="https://www.xing.com/profile/Kai_Fischer26">xing</a>) vom ADAC kennengelernt und wir sind gleich auf das Thema Social Media gekommen. Es wurde gleich interessant. Grund genug, mal ein Interview mit ihm zu machen.</em></p>
<p><strong>Kai, Du bist Projektmanager f&#252;r Digitale Produkte und Leistungen beim ADAC. Was genau machst Du beim Autoclub?</strong><br />
Ich konzeptioniere neue digitale Produkte und Services, beobachte den Markt und k&#252;mmere mich um die Weiterentwicklung bestehender Angebote. Dabei handelt es sich sowohl um klassische Online-Angebote wie Websites, als auch um mobile Services wie z.B. Apps &#8211; das Thema Social Media spielt nat&#252;rlich auch eine gro&#223;e Rolle.</p>
<p><strong>Welche Angebote f&#252;r den geneigten Social Media User bietet der ADAC?</strong><br />
Der ADAC hat vier Themenblogs &#8211; es gibt einen Blog zum Thema Elektromobilit&#228;t, einen Test-Blog f&#252;r z.B. Autotests, einen Blog zum Thema Kindersicherheit im Verkehr und den &#8220;Gelber Engel&#8221; Blog (hier geht&#8217;s zur &#220;bersicht <a href="http://www.adac.de/home/blogs.aspx">http://www.adac.de/home/blogs.aspx</a>). Desweiteren sind wir mit unserem Jugendclub Young Generation bei <a href="http://www.facebook.com/ADACyounggeneration">Facebook</a>, die Motorwelt ist flei&#223;ig bei <a href="http://twitter.com/motorwelt">Twitter</a> unterwegs und nat&#252;rlich haben wir auch einen ADAC <a href="http://www.youtube.com/adac">YouTube Channel</a>, wo es u.a. regelm&#228;&#223;ig die neuesten Crashtests zu sehen gibt.</p>
<p>Das Thema Social Media ist beim ADAC noch recht frisch. Gerade entsteht bei uns sehr viel. Neue Angebote werden gelauncht, die Lernkurve bei bestehenden Angeboten geht nach oben. Wir sind noch nicht am Ende der Fahnstange angelangt.</p>
<p><strong>Und wie schlagen sich die Angebote bis jetzt?</strong><br />
Insgesamt schlagen sich alle Social Media Angebote sehr gut. Ein Kracher war die Berichterstattung zum Rekord-Elektroauto Lekker-Mobil in unserem Elektromobilit&#228;ts-Blog. Ein ADAC-Redakteur begleitete die weltweit bislang <a href="http://adacemobility.wordpress.com/2010/10/26/das-wunder-von-berlin/">l&#228;ngste Tour eines E-Mobils ohne Ladepause</a>. Nach und nach kamen erste Zweifel an der Rekordfahrt auf. Der ADAC begann das Ganze <a href="http://adacemobility.wordpress.com/2010/11/29/ratsel-um-die-wunder-batterie/">kritisch zu hinterfragen</a>. Nachdem das Rekordauto unter dubiosen Umst&#228;nden abgebrannt ist, wurde in unserem Blog der Brand in der Lagerhalle genau <a href="http://adacemobility.wordpress.com/2011/01/14/ist-das-dbm-rekordauto-abgebrannt/">nachrecherchiert</a>. Aufgrund der ADAC-Recherchen wurde der Brand dann auch <a href="http://adacemobility.wordpress.com/2011/01/17/rekordauto-ist-abgebrannt-dbm-bestatigt-adac-recherche/">vom Hersteller des E-Mobils best&#228;tigt</a>. Dies ging letzten Endes soweit, dass sich das Bundeswirtschaftministerium <a href="http://adacemobility.wordpress.com/2011/01/25/zum-fall-dbm-fragen-an-das-bundesministerium-fur-wirtschaft-und-technologie/">einschalten musste</a>. Gro&#223;e Portale wie Heise und Spiegel Online haben sich dem Thema dann ebenfalls angenommen.</p>
<p>Auch international schlagen unsere Blog-Angebote Wellen. &#220;ber den Crashtest eines Mitsubishi i-Miev, des ersten in Deutschland erh&#228;ltlichen E-Autos aus Gro&#223;serienproduktion, wurde sogar vom renommierten US-Tech Blog <a href="http://www.engadget.com/2011/01/17/adac-crash-tests-first-production-mitsubishi-i-miev-it-makes-a/">engadget.com berichtet</a>. Die urspr&#252;ngliche Story und die Bilder kamen aus unserem <a href="http://adactestblog.wordpress.com/2011/01/18/auch-das-e-auto-halt-ordentlich-was-aus/">Elektromobilit&#228;ts-Blog</a>.</p>
<p>Aktuell decken wir in unserem Test-Blog gerade einen gro&#223;en Etikettenschwindel an <a href="http://adactestblog.wordpress.com/2011/02/04/etikettenschwindel-adac-stichprobe-ergibt-aral-verkauft-e5-als-biosprit-e10-%E2%80%93-der-kunde-zahlt-die-zeche/">Deutschlands Tankstellen</a> auf. Das Thema geht momentan durch die Medien – Ausl&#246;ser war die Recherche unserer Online-Redakteure und die dazugeh&#246;rige Story im ADAC Test-Blog.</p>
<p>Durch die Berichterstattung in den Blogs sind die Nutzer ganz nah am Geschehen dran und k&#246;nnen durch ihre Kommentare direkten Einfluss auf die Story und die Entwicklung von News nehmen. Das ist auch f&#252;r unsere Redaktion ein v&#246;llig neues Arbeiten.</p>
<p>Die Kommentarfrequenz, vor allen Dingen in den Blogs, ist sehr hoch. Das geht sogar so weit, dass die Online Redaktion aufgrund von User-Kommentaren auf neue Themen f&#252;r Artikel kommt und so neuer Content sozusagen User-Generated entsteht. Auch &#252;ber Twitter steigt die Dialogbereitschaft. Das Ganze ist sehr positiv.</p>
<p><strong>Was wollt ihr strategisch mit eurem Engagement erreichen? </strong><br />
In erster Linie wollen wir mit den Mitgliedern auf Augenh&#246;he kommunizieren. Wir wollen die ADAC-Themen dorthin bringen, wo die Menschen sind und uns dem Dialog &#246;ffnen.</p>
<p><strong>Wie seid Ihr intern Aufgestellt? Wer hat die Hosen an bei der Social Media Kommunikation? Marketing, &#214;ffentlichkeitsarbeit, Customer Care?</strong><br />
Inhaltlich wird die Social Media Kommunikation von der Online Redaktion gesteuert. Generell wird Social Media beim ADAC interdisziplin&#228;r betrieben - jede Abteilung setzt sich mit dem Thema in irgendeiner Form auseinander. Geb&#252;ndelt werden die Aktivit&#228;ten in unserem Bereich Digitalstrategie.</p>
<p><strong>Gibt es bei Euch eine Form von Erfolgskontrolle? Wenn Ja, wie sieht die aus?</strong><br />
Unser prim&#228;res Ziel ist momentan Reichweite. Wir wollen m&#246;glichst viele Fans, Follower, Leser und Viewer erreichen, eine gro&#223;e Online-Community f&#252;r die Themen des ADAC begeistern und in unsere t&#228;gliche Arbeit einbinden. Die bisherige Resonanz ist durchweg positiv &#8211; der Erfolg gibt uns also Recht. Sollte es in Zukunft spezielle Social Media Kampagnen geben, werden daf&#252;r individuelle Kennzahlen festgelegt.</p>
<p><strong>Der ADAC gilt gemeinhin als erzkonservativ. War es schwer das Management von neuen Ideen zu &#252;berzeugen? </strong><br />
Ehrlich gesagt, war das &#252;berhaupt nicht schwer. Das Management ist gegen&#252;ber solchen Themen generell sehr aufgeschlossen.</p>
<p><strong>Wie ver&#228;ndert der Umgang mit Social Media eine Organisation wie den ADAC? </strong><br />
Der ADAC wird durch Social Media schneller und offener. Die effektive Nutzung der neuesten Technologien ist f&#252;r den ADAC schon immer lebensnotwendig gewesen. Die Disposition der ADAC Luftrettung oder der Stra&#223;enwachtfahrzeuge zum Beispiel k&#246;nnte niemals so reibungslos ablaufen, wenn wir nicht konstant die aktuellsten technischen Entwicklungen in die Organisation integrieren w&#252;rden. Ein weiteres gutes Beispiel ist die neue kostenlose Pannenhilfe-App f&#252;r das iPhone. Wer mit seinem Auto unterwegs liegen bleibt, kann damit automatisch seinen Standort an die ADAC-Pannenhilfezentrale &#252;bermittelt. Dadurch wird den Mitgliedern Zeit und Nerven gespart und auch wir als Organisation optimieren so unsere Prozesse und werden besser und schneller.</p>
<p><strong>Jetzt mal ehrlich. Der ADAC hat so ein gutes Image und so viel Glaubw&#252;rdigkeit. Das ist doch der einfachste Job der Welt, oder?</strong><br />
Ja <img src='http://www.grenzpfosten.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<item>
		<title>Dubai: Gr&#252;&#223;e aus dem Gaga-Land</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Jan 2011 19:12:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Dubai]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
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		<description><![CDATA[Kaum ein Reiseziel hatte bisher bereits im Vorfeld derart meine Vorstellungen und Erwartungen befeuert. Dubai. Mega-Polis. Beton gewordener feuchter M&#228;nnertraum einer omnipotenten Herrscherfamilie. In dieser Stadt ist nichts klein-geistig. Nicht einmal der Anflug. Noch w&#228;hrend unser Lufthansa-Airbus die Landeklappen ausf&#228;hrt, sch&#228;lt sich die Skyline aus dem morgendlichen W&#252;stennebel. Die spitze des &#252;ber 800 Meter hohen [...]<p>Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann spende doch einen Minibetrag hier:
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC0193.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1393" title="_DSC0193" src="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC0193.jpg" alt="" width="301" height="300" /></a>Kaum ein Reiseziel hatte bisher bereits im Vorfeld derart meine Vorstellungen und Erwartungen befeuert. Dubai. Mega-Polis. Beton gewordener feuchter M&#228;nnertraum einer omnipotenten Herrscherfamilie.</p>
<p>In dieser Stadt ist nichts klein-geistig. Nicht einmal der Anflug. Noch w&#228;hrend unser Lufthansa-Airbus die Landeklappen ausf&#228;hrt, sch&#228;lt sich die Skyline aus dem morgendlichen W&#252;stennebel. Die spitze des &#252;ber 800 Meter hohen Burj Khalifa Towers sticht keck durch die Wolkendecke und funkelt metallisch in der Morgensonne. Die Kulisse k&#246;nnte ohne weiteres auch in einem Star Wars-Film vorkommen. Anflug auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Orte_aus_Star_Wars#Coruscant">Coruscant</a>. Dass dieser Ort etwas Unwirkliches hat, ist nicht nur unser erster Eindruck. Er wird sich durch die drei Wochen unseres Aufenthalts weiter verfestigen.</p>
<p>Wer Dubai die letzten 20 Jahre nicht besucht hat, der d&#252;rfte die Stadt nicht einmal ansatzweise wiedererkennen. Wir sind auf dem Weg in die <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=dubai+marina&amp;sll=37.0625,-95.677068&amp;sspn=52.418008,61.962891&amp;ie=UTF8&amp;hq=dubai+marina&amp;hnear=&amp;radius=15000&amp;ll=25.087775,55.143986&amp;spn=0.114423,0.121021&amp;t=h&amp;z=13">Dubai Marina</a>, einem Stadtteil nicht weit von der im Wasser aufgesch&#252;tteten Palmeninsel entfernt. Hier haben sich gleich hinter dem etwa f&#252;nf Kilometer langen Sandstrand von Jumeirah Beach rund 120 Wolkenkratzer um einen k&#252;nstlich geschaffenen Hafen f&#252;r Sportboote gruppiert. Noch vor sieben Jahren war hier &#8211; genau &#8211; nichts. Nichts au&#223;er W&#252;ste und Meer. Alleine diese Vorstellung raubt einem den Atem.</p>
<p>Dubai Marina, wie das gesamte Emirat ist ein gewaltiges Vabanquespiel. Nirgends auf der Welt stehen so viele Immobilien leer und zwar von der Etagenwohnung bis zum F&#252;nf-Sterne-Hotel. Trotzdem gibt es keine Ecke, an der nicht gebaut w&#252;rde. So sieht es zumindest aus. Menschen, die den Boom miterlebt haben, sagen, heute w&#252;rde gar nichts gebaut. Au&#223;erhalb der reichen Siedlungen sieht man die Camps der Arbeiter. Abertausende Inder, Pakistanis und Chinesen finden hier ihre Schlafstatt. Dubai ist in jeder Hinsicht eine Blase. H&#252;bsch anzusehen, aber fragil. Erbaut f&#252;r die Reichsten der Reichen und gebaut von den &#196;rmsten der Armen. Solange die &#196;rmsten hier das Dreifache verdienen wie zu hause, wird sich das aus nicht &#228;ndern.</p>
<p>Wer erwartet, in Dubai auf ein islamisches Land zu treffen, der wird entt&#228;uscht sein. Wenn Singapur Asien light ist, dann ist Dubai Arabien lighter. Vielleicht, weil die Emiratis mittlerweile eine der kleinsten Minderheiten in ihrem eigenen Land sind. Demensprechend international Bunt ist das Treiben auf den Stra&#223;en. Briten, Inder, Chinesen, Deutsche, Franzosen, Libanesen, Amis, Saudis,  Somalis &#8230; in Dubai hat niemand das Gef&#252;hl, Ausl&#228;nder zu sein, au&#223;er den Einheimischen vielleicht.</p>
<p>Die strengen Sitten und Gebr&#228;uche des Islam haben hier jedenfalls eher fakultativen Charakter. Man kann f&#252;nf mal am Tag in die Moschee gehen, oder den praktischen Prayer-Room in einer der Malls benutzen. Oder aber man l&#228;uft als Frau in kurzen Hosen und Tanktop &#252;ber den Jumeirah Beach Walk, den Ocean Drive, die Flaniermeile von Dubai. Alles kein Thema. Wenn es &#252;berhaupt eine gemeinsame Religion gibt, dann hei&#223;t sie Konsum. Dieser Gottheit werden am Golf die gr&#246;&#223;ten Tempel geweiht. Die <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=dubai+mall&amp;sll=25.130155,55.179027&amp;sspn=0.236538,0.242043&amp;ie=UTF8&amp;hq=dubai+mall&amp;hnear=&amp;ll=25.180088,55.240974&amp;spn=0.228674,0.242043&amp;t=h&amp;z=12&amp;iwloc=A">Dubai Mall </a>mit ihrem gigantischen Indoor-Aquarium und der Eisbahn oder die <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=mall+of+the+emirates&amp;sll=25.180088,55.240974&amp;sspn=0.228674,0.242043&amp;ie=UTF8&amp;hq=mall+of+the+emirates&amp;hnear=&amp;ll=25.180088,55.239944&amp;spn=0.228674,0.242043&amp;t=h&amp;z=12&amp;iwloc=A">Mall of the Emirates </a>mir ihrer eigenen Skipiste sind nicht nur Shoppingmeilen, sondern auch kulturelle Zentren. Ansonsten bleiben die Emiratis lieber unter sich, was vielleicht auch daran liegen mag, dass man in dem W&#252;stenstaat keinen Schritt machen kann, ohne dass einen die neugierigen Augen zahlloser &#220;berwachungskameras verfolgen. Die gute Seite daran ist, dass man sich als Tourist v&#246;llig angstfrei &#252;berall und zu jeder Uhrzeit bewegen kann. Der Nachteil ist das immer wieder nagende Gef&#252;hl, in einem Polizeistaat zu sein. Auch das Internet ist zensiert und Punkt 23 Uhr deutscher Zeit wird selbst dem an Biederkeit nicht zu &#252;berbietenden ZDF der Saft abgedreht.</p>
<p>Die <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=gold+souk+deira&amp;sll=25.180088,55.239944&amp;sspn=0.228674,0.242043&amp;ie=UTF8&amp;hq=gold+souk&amp;hnear=Deira+-+Dubai+-+Vereinigte+Arabische+Emirate&amp;t=h&amp;z=16&amp;iwloc=A">Souks in Deira</a>, die &#8220;traditionellen&#8221; Basare der Altstadt von Dubai, sind gewaltige Touristenfallen und werden erst interessant, wenn man sich abseits der Pfade ins Chaos der verwinkelten Gassen st&#252;tzt. Hierhin verirrt sich kaum ein Tourist. Dementsprechend ist hier das Leben. Ich meine nicht Kairo-wild, sondern Dubai-wild und wer sich traut, beim Handeln mit dem Juwelier keck einfach mal ein Drittel des urspr&#252;nglichen Preises anzugeben, der kann auch ein Schn&#228;ppchen machen. Spannender ist da schon der alte Hafen im <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=dubai+creek&amp;sll=25.268179,55.298948&amp;sspn=0.014282,0.015128&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Dubai+Creek+-+Port+Saeed+-+Dubai+-+Vereinigte+Arabische+Emirate&amp;ll=25.273262,55.323715&amp;spn=0.23626,0.242043&amp;t=h&amp;z=12">Dubai Creek</a>, einer Art Fjord, der sich, mit Meerwasser gef&#252;llt,  durch die Altstadt von Deira bis in ein Sumpfgebiet schl&#228;ngelt. W&#228;hrend weiter vorne in Port Rashid die Kreuzfahrtschiffe das Sagen haben, ist der Dhau-Kapit&#228;n hier der uneingeschr&#228;nkte Herrscher. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dhau">Dhaus</a> sind anachronistische Holz-K&#228;hne, die &#8211; zusammen mit dem Kamel &#8211; seit Jahrhunderten das R&#252;ckgrat der arabischen Handelstradition bilden. Fr&#252;her waren die Dhaus mit Segeln ausger&#252;stet, heute &#252;bernimmt der Dieselmotor. Das Schiff ist aber in seinen Formen erhalten geblieben. Auf den Kais stapeln sich die Wahren. K&#252;hlschr&#228;nke f&#252;r Tansania, alte Fahrr&#228;der f&#252;r Pakistan, LCD-Fernseher f&#252;r Somalia, nicht weiter gekennzeichnete Kartons f&#252;r Iran. Dubai ist eine Handelsnation. Schon immer. Der Handel, nicht das &#214;l haben Dubai reich gemacht. Mit dem Wassertaxi, den sogenannten Abras, kann man den Creek jederzeit &#252;berqueren.</p>
<p>Wer noch einen weiteren Rest arabischer Urspr&#252;nglichkeit entdecken will, der muss raus aus der Stadt. Entweder ins n&#246;rdlicher gelegene Emirat Ras al-Khaima oder Richtung Oman in das <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=hatta,+dubai&amp;sll=25.273262,55.323715&amp;sspn=0.23626,0.242043&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Hatta+-+Vereinigte+Arabische+Emirate&amp;ll=24.804188,56.126404&amp;spn=1.897239,1.93634&amp;t=h&amp;z=9">Dorf Hatta</a>, das malerisch und verschlafen zu F&#252;&#223;en der Berge liegt. Die Fahrt dorthin f&#252;hrt mitten durch die W&#252;ste, mit ihren roten Sandd&#252;nen. Allein: Abenteuer-Feeling will nicht aufkommen. Erstens, weil viele D&#252;nen von den Spuren von Gel&#228;ndefahrzeugen zerfurcht sind. Zweitens gleiten wir auf einer brandneuen vierspurigen Autobahn dahin. Die Emiratis sind eben mit der Modernisierung ihres Landes besch&#228;ftigt. Da bleibt wenig Zeit, um sich mit Sentimentalit&#228;ten wie der Konservierung der eigenen Kultur aufzuhalten.</p>
<p>So ist es nur auf den ersten Blick ein absurder Witz, dass man, wenn man emiratische Kultur kennenlernen will, am besten bei einer Deutschen aus Oberschwaben vorbeischaut. Nur ein Paar hundert Meter von der Autobahn entfernt ist es noch wild, w&#252;st und urspr&#252;nglich. Hier hat SIE ihr Camp aufgeschlagen. SIE, das ist Ursula Musch, viele sagen auch Kamel-Uschi. Bei ihr gibt es noch handger&#246;steten Kaffee mit Ingwer und ebenso traditionelle wie zum Sterben leckere Rippchen von der Ziege, die sie in T&#246;pfen &#252;ber dem Lagerfeuer kocht, w&#228;hrend die Nacht &#252;ber die W&#252;ste hereinbricht. Und nat&#252;rlich hat Kamel-Uschi Kamele. Erstaunliche Tiere, die &#8211; das merkt man deutlich bei Uschis Herde &#8211; weder dumm noch Charakterlich einf&#228;ltig sind. Besonders nicht Kamelbulle Habbibi, der das Rauchen und das Pepsi-Trinken zu seinem Lieblingshobby erkoren hat. Seine Sorte ist, nat&#252;rlich, Camel.</p>
<p>&#220;berragenden Komfort sollte man auf Muschs Anwesen aber nicht erwarten. Auf die Frage nach der Toilette deutet sie in die W&#252;ste. Mit den Worten: D&#252;ne sieben. Die Mitnahme von Klopapier ist eine gute Idee. Die B&#252;sche haben Dornen. Araber verirren sich deshalb kaum zu Frau Musch und ihrer Kamelfarm. Kein Klo, kein Strom, keine Klimaanlage, kein Neonlicht. daf&#252;r lieben es die Europ&#228;er. Auch Politiker und anderen W&#252;rdentr&#228;ger lassen sich hier das rurale an Arabien erkl&#228;ren.</p>
<p>Wer es &#8220;etwas&#8221; gediegener haben m&#246;chte, der kann nur 130 Kilometer weiter in Abu Dhabi im <a href="http://www.emiratespalace.com/de/home/index.htm">Emirates Palace</a> absteigen. Etwas ist an dieser Stelle nat&#252;rlich etwas untertrieben, denn das Emirates Palace ist mit seinen sieben Sternen eines der luxuri&#246;sesten, wenn nicht das luxuri&#246;seste Hotel der Welt. Dieser Schrank von einem Luxustempel verbraucht pro Jahr 2,4 Kilogramm Gold, nur um die Blattgoldarbeiten am Geb&#228;ude auszubessern. Und nat&#252;rlich gibt es keinen anderen Platz auf der Welt, an dem sich ein Goldautomat besser platzieren lie&#223;e als hier. Wer also eben Lust auf einen Kryger Rand hat, der kann sich die Goldm&#252;nze gegen Cash aus dem Automaten ziehen. Seltsamerweise wirkt der Luxusschuppen nicht einmal so protzig und Service und Essen sind nun wirklich vom aller aller aller Allerfeinsten. Insgesamt ist Abu Dhabi etwas ruhig und etwas Bodenst&#228;ndiger als seine schrillere kleine Schwester Dubai. Hier gibt es eine Menge &#214;l und Gas und man macht mehr aus &#8220;altes Geld&#8221;. Auch gibt man sich hier einen Tick nachhaltiger und frommer. So ist der Mitabstand beeindruckendste Bau in Abu Dhabi nicht etwa ein Wolkenkratzer oder eine Palmeninsel, sondern eine Moschee. Die muss dann aber schon die viertgr&#246;&#223;te der Welt sein. Die <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=Sheikh+Zayed+Bin+Sultan+Al+Nahyan+Mosque&amp;sll=24.804188,56.126404&amp;sspn=1.897239,1.93634&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Schaich-Zayid-Moschee+-+Vereinigte+Arabische+Emirate&amp;t=h&amp;z=14">Sheikh Zayed Bin Sultan Al Nahyan Moschee</a> ist ein Traum aus wei&#223;em Marmor und Gold. 40.000 Gl&#228;ubige finden hier Platz.</p>
<p>In Dubai hingegen ist der Prachtbau, wie k&#246;nnte es anders sein, ein Wolkenkratzer. Der 828 Meter hohe <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=Burj+Khalifa&amp;sll=24.412394,54.474635&amp;sspn=0.059477,0.060511&amp;g=Sheikh+Zayed+Bin+Sultan+Al+Nahyan+Mosque&amp;ie=UTF8&amp;hq=Burj+Khalifa&amp;hnear=&amp;radius=15000&amp;ll=25.264258,55.308952&amp;spn=0.236278,0.242043&amp;t=h&amp;z=12&amp;iwloc=B">Burj Khalifa</a> sieht aus wie die Vision einer fernen Zukunft. Kein Geb&#228;ude auf der Welt ist gr&#246;&#223;er und an einem klaren Tag ist seine Spitze noch in &#252;ber 90 Kilometern Entfernung sichtbar. F&#252;r gut 20 Euro kann man sich ein Ticket f&#252;r die h&#246;chste Geb&#228;udeaussicht der Welt leisten (Hier ein Tipp: Nutzt das Internet, das spart das Schlangestehen). Der Ausblick von der rund 430 Meter hohen Plattform ist der Wahnsinn, zumindest wenn man das Gl&#252;ck hat einen klaren Tag gebucht zu haben.</p>
<p>Doch auch wenn man nach dem Ausflug in den 124. Stock wieder festen Boden unter den F&#252;&#223;en hat, ist das Spektakel noch nicht vorbei, denn zwischen dem Burj Kahlifa und der Dubai Mall findet sich einer der spektakul&#228;rsten Springbrunnen der Welt. Zu Musik tanzen hier hunderte Font&#228;nen in einem k&#252;nstlichen See. Bis zu 150 Meter hoch schlie&#223;t hier das Wasser. Besonders in den Abendstunden, wenn die Beleuchtung voll zur Geltung kommt. Wasser ist eben ein kostbares Gut in der W&#252;ste. Dementsprechend ist ein besonders verschwenderischer Umgang mit dieser kostbaren Ressource auch ein Zeichen von besonderem Status. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass mit dem &#8220;<a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=wild+wadi&amp;sll=25.264258,55.308952&amp;sspn=0.236278,0.242043&amp;ie=UTF8&amp;hq=wild+wadi&amp;hnear=&amp;ll=25.226063,55.248528&amp;spn=0.236352,0.242043&amp;t=h&amp;z=12&amp;iwloc=A">Wild Wadi</a>&#8221; einer der coolsten Wasserparks der Welt vor Ort ist. Hier muss man f&#252;r die gigantischen Wasserrutschen nicht auf einen Turm laufen. Man l&#228;sst sich von einem Wasserstrahl bergauf schie&#223;en. Dann geht es f&#252;r eine gute viertelstunden durch ein Labyrinth aus Abfahrten und Kan&#228;len. Mit der Jumeirah Sceirah verf&#252;gt der Park &#252;ber eine der schnellsten Wasserrutschen der Welt. Bis zu 80 km/h soll man hier schnell werden. Ein Nervenkitzenl der besonderen Art, den man sich nicht entgehen lassen sollte.</p>
<p>Bei Soviel Wasser- und Energieverschwendung ist es nur verst&#228;ndlich, dass sich Dubai auch ein gr&#252;nes Projekt leistet. Die Metro von Dubai ist ein solches Projekt. Hier kann man, ganz &#246;kologisch korrekt, mit dem Zug zur Mall fahren. Wobei das nat&#252;rlich auch nicht wirklich korrekt ist, denn hier ist nat&#252;rlich wieder alle klimatisiert. Die protzigen futuristischen Bahnh&#246;fe ebenso, wie die voll automatisch fahrenden Z&#252;ge selbst. Und damit die K&#228;lt schon da bleibt, wo sie sein soll, gibt es ein Schleusensystem, mit dem der Passagier vom Bahnsteig in den Zug kommt, ohne dass er sich der im Sommer brutalen Hitze aussetzen muss. Aber auch hier muss man bei aller Kritik sagen: Ein fantastisches Projekt: Die Z&#252;ge sind superp&#252;nktlich, blitzsauber, und die Bahnsteige ein Traum aus Marmor und Kupfer.  Damit der geneigte Besucher nicht so weit laufen muss, sind wie auf Flugh&#228;fen, Rollb&#228;nder eingebaut. So wird das Pendeln zum Luxusprojekt. Besonders, wenn man erster Klasse f&#228;hrt.</p>
<p>Muss man also nach Dubai fliegen? Muss man sich das anschauen? Die Frage kann ganz klar mit einem &#8220;Ja&#8221; beantworten. Ob es einem gef&#228;llt, h&#228;ngt von vielen Faktoren ab. Vor allem davon, wie schnell man sich an Luxus und Verschwendung gew&#246;hnen kann. Meiner Erfahrung nach geht das recht schnell. Man man Dubai mag? Das muss jeder f&#252;r sich selbst herausfinden.</p>
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/dsc0083.jpg" title="Aus dem Flugzeug sehen wolkenkratzer ziemlich läppisch aus." class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/dscf2050.jpg" title="Dubai Marina. Die Bauten ragen in den Himmel" class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/dscf2041.jpg" title="Blick auf die Palm Jumeirah. Aus rund 150 Metern Höhe." class="shutterset_set_1" >
								<img title="dscf2041" alt="dscf2041" src="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/thumbs/thumbs_dscf2041.jpg" width="100" height="75" />
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/img_20101219_083359.jpg" title="Gabaut wird immer noch, auch wenn die Krise ihre Spuren hinterlassen hat." class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/dsc0771.jpg" title="Dubai Marina bei Nacht. Ein leuchtendes Lichtermeer. Aber viele Hotels stehen leer." class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/dscf2139.jpg" title="Im Goldsouk von Deira ist so manches Schnäppchen zu holen." class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/img_20101222_165514.jpg" title="GENUSSMITTEL" class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/img_20101224_162718.jpg" title="Shopping: Die einzige Staatsreligion in Dubai." class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/dsc0800.jpg" title="Hatta in den Bergen. Hier gibt's sogar manchmal Regen." class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/img_20101226_131457.jpg" title="Regen in der Wüste. Seltsam." class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/img_20101226_165123.jpg" title="Dafür aber schöner Sonnenuntergang." class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/dsc0832.jpg" title="Warum durch die Wüste trotten, wenn man auch fahren kam." class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/dsc0216.jpg" title="Kamele sind gesellig." class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/dsc0228.jpg" title="Wirklich gesellig." class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/dsc0218.jpg" title="Und sie wissen, was gut ist." class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/dsc0247.jpg" title="Bei Kamel-Uschi. Kaffee auf traditionelle Art." class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/dscf2350.jpg" title="Die große Halle des Volkes im Emirates Palace." class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/dsc0900.jpg" title="Es ist nicht alles Gold was glänzt? Doch!" class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/img_20101231_170913.jpg" title="Das Emirates Palace in Abu Dhabi ist ein 7-Sterne Hotel..." class="shutterset_set_1" >
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/img_20101231_172649.jpg" title="...das rund 1,2 Kilometer breit ist..." class="shutterset_set_1" >
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/dsc0871.jpg" title="Emirates Palace: Ein bisschen protzig, aber auch sehr sehr entspannt." class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/img_20101231_195400.jpg" title="...und natürlich über einen Goldautomaten verfügt." class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/dsc0054.jpg" title="Die Riesenmoschee von Abu Dhabi." class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/img_20101224_141739.jpg" title="Burj Khalifa. Das höchste Gebäude der Welt hat etwas Unwirkliches." class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/dsc0110.jpg" title="Ein Blick von Oben. Auf die Wasserspiele der Mall Dubai aus 430 m Höhe." class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/img_20110102_141725.jpg" title="Living on the edge." class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/img_20101219_082050.jpg" title="Dubai oder Coruscant? Der Verlgleich hinkt nicht besonders" class="shutterset_set_1" >
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			<a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/gallery/dubai2/img_20101220_173855.jpg" title="Warum eine Zeitung kaufen, wenn man keinen Fisch hat, den man einwickeln kann." class="shutterset_set_1" >
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		<title>Die Unschuldigen im Shitstorm</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 22:45:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Diskussion rund um die aktuellen Enth&#252;llungen von WikiLeaks haben im Netz einen veritablen Shitstorm gegen jene Unternehmen entfacht, die, aus welchen Gr&#252;nden auch immer, Spenden an Wikileaks blockieren oder einfach nicht mehr mit Wikileaks zusammenarbeiten wollen. Diese Unternehmen bekommen jetzt richtig auf die Backen. An dieser Stelle ein kleiner pers&#246;nlicher Einwurf: Ich finde ddos-Attacken [...]<p>Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann spende doch einen Minibetrag hier:
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<p><em>An dieser Stelle ein kleiner pers&#246;nlicher Einwurf: Ich finde <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Denial_of_Service">ddos-Attacken</a> albern, weil das virtuelle Einwerfen von Fensterscheiben keinen weiterbringt, aber: Wer Wikileaks aussperrt, der darf sich nicht wundern, wenn seine User/Kunden im Social Web ihren Unmut kundtun. User haben alles Recht, (ihrem) Unternehmen klar mitzuteilen, dass sie mit der Gesch&#228;ftspraktik nicht einverstanden sind. Meine Meinung. </em></p>
<p>Doch leider trifft dieser Shitstorm trifft nicht nur die “Richtigen “. In einem derart emotional aufgeladenen Umfeld gibt es auch unschuldige Opfer. Eines dieser Opfer ist der DNS-Hoster <a href="https://web.easydns.com/">EasyDNS</a>. &#220;ber die armen Jungs aus Kanada brach der volle Shitstorm herein, als via Twitter und Co bekannt gemacht wurde, EasyDNS h&#228;tte die Zusammenarbeit mit Wikileaks beendet. Das Problem an der Sache. EasyDNS hatte nichts mit der Sache zu schaffen. Im Eifer des Gefechts waren sie mit <a href="http://www.everydns.com/">everydns.net</a> verwechselt worden. Aus dem <a href="http://blog.easydns.org/2010/12/03/wikileaks-takedown-fiasco-underscores-pathetic-state-of-internet-journalism/">Blogpost</a> von Mark von EasyDNS ist die Verzweiflung zu lesen:</p>
<blockquote><p>The incorrect info rippled through twitter like a <strong>zombie horde</strong>. Not only did people <strong>mindlessly</strong> hit the &#8220;retweet&#8221; button and perpetuate bad information: some took the  time and care to email us, or search for our blog (why couldn&#8217;t they do a  whois lookup while they were at it?) and post comments about our  &#8220;cowardice&#8221;.</p></blockquote>
<p>Es lohnt sich &#252;brigens, <a href="http://blog.easydns.org/2010/12/03/wikileaks-takedown-fiasco-underscores-pathetic-state-of-internet-journalism/">den ganzen Blogpost</a> zu lesen, denn er zeigt auf dramatische Weise, wie ein v&#246;llig unschuldiges Unternehmen in den Sog eines Shitstorm geraten kann, wie gesundheitssch&#228;digend die Auswirkungen sind und wie hilflos das Unternehmen in dieser Situation ist. Besonders, wenn die Presse auf den Zug mit aufspringt (in dem Fall z.B. <a href="http://www.nytimes.com/2010/12/05/world/05paypal.html">NYT</a> und <a href="http://www.guardian.co.uk/technology/blog/2010/dec/10/internet-wikileaks-anonymous?INTCMP=SRCH">Guardian</a>).</p>
<blockquote><p>any decisions made while a full-on shitstorm is being targeted at one&#8217;s  company and business are not political ones, <strong>they are ones of survival</strong>.</p></blockquote>
<p>Ich nehme aus dieser unr&#252;hmlichen Episode zwei Dinge mit. Erstens: Die Zombie-Macht des Social Web, wenn Informationen unreflektiert weitergegeben werden, kann jedes Unternehmen treffen. Auch, wenn es v&#246;llig unschuldig ist. Die zweite Sache, die sich direkt daraus ableitet ist: Was also kann ein Unternehmen tun, um sich davor zu sch&#252;tzen? Die Jungs von EasyDNS hatten Gl&#252;ck im Ungl&#252;ck: Sie haben ein oft gelesenes Blog und sind gut im Socila Web vernetzt. Das gab ihnen die Gelegenheit, gegenzusteuern und mittlerweile rollt eine <a href="http://www.twazzup.com/?q=easydns+wikileaks&amp;l=all">Welle der Sympathie</a> durch das Social Web. Ein Unternehmen, das sich garnicht im Social Web engagiert, ist diesem Mechanismus aber schutzlos ausgeliefert. Hier reicht auch keine Krisenkommunikation mehr aus, denn wer keine Credibility im Netz aufgebaut hat, der hat auch keine Chance, sich zu rehabilitieren. Ich h&#246;re oft von Unternehmen die sagen: Social Web interessiert uns nicht, wir machen B2B, wir haben bessere Marketing-Kan&#228;le&#8230; alles richtig, alles wahr. Aber diese Unternehmen m&#252;ssen sich dann mit diesem Risiko abfinden. Der Schaden, der hier entstehen kann ist nicht gerade klein.</p>
<p>Bild: CC-BY: http://www.nasaimages.org</p>
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