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	<title>Grenzpfosten &#187; Grenzpfosten</title>
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	<description>Im Grenzgebiet von Online, Journalismus und PR</description>
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		<title>Interne Kommunikation: It&#8217;s the emotion, stupid!</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jul 2011 13:45:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[3Digg DiggManager lieben Zahlen. Das ist vern&#252;nftig, denn Zahlen helfen Probleme zu abstrahieren und daraus Ableitungen  &#252;ber die Realit&#228;t zu treffen. Das ist dann die Basis, auf der Entscheidungen getroffen werden. Soweit, so gut. Leider hilft einem ein solcher Ansatz relativ wenig, wenn man mit Mitarbeitern kommunizieren muss soll darf. Deren Verhalten ist n&#228;mlich (leider) [...]<p>Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann spende doch einen Minibetrag hier:
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<p>Leider hilft einem ein solcher Ansatz relativ wenig, wenn man mit Mitarbeitern kommunizieren <del>muss soll </del>darf. Deren Verhalten ist n&#228;mlich (leider) nicht mathematisch quantifizierbar. Das macht den Umgang mit ihnen innerhalb einer Organisation relativ anspruchsvoll. Sie verhalten sich (zumindest auf den ersten Blick) oft irrational, haben eine v&#246;llig andere Agenda und treffen unberechenbare Entscheidungen. Warum?</p>
<p>In einem wirtschaftlich gepr&#228;gten Umfeld werden Menschen, und damit auch der Mitarbeiter als sog. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Homo_oeconomicus">Homo Oeconomicus</a> betrachtet. Das ist eine Art, &#252;ber Menschen zu denken, wie sie jedem Betriebswirtschaftsstudent im Laufe seiner Ausbildung eingeimpft wird.</p>
<blockquote><p>Der Homo oeconomicus bezeichnet einen Akteur, der eigeninteressiert und rational handelt, seinen eigenen Nutzen maximiert, auf ver&#228;nderliche Restriktionen reagiert, feststehende Pr&#228;ferenzen hat und &#252;ber Information verf&#252;gt.</p></blockquote>
<p>Hier wird es problematisch. Denn Der Homo Oeconomicus ist eine Modellannahme, die, zumindest meiner Meinung nach, nur sehr begrenzt (wenn &#252;berhaupt) ein passendes Modell ist, um die menschliche Wirklichkeit zu beschreiben. Zwei Anhaltspunkte daf&#252;r:</p>
<p>Erstens: Man hat herausgefunden, dass &#8211; sobald auch nur rudiment&#228;re kognitive F&#228;higkeiten gefragt sind &#8211; klassische Incentivierung (Geld) kein guter Motivator ist. Im Gegenteil: Es ist sogar kontraproduktiv. Keine Angst, ich bin kein Kommunist. Die Studie ist vom M.I.T und beauftragt von der Federal Reserve Bank. Hier das Video dazu. Es lohnt sich sehr, sich hier mal 10 Minuten Zeit zu nehmen.</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Und hier der zweite Punkt. Er hat mit unserem Gehirn zu tun. Man hat herausgefunden, dass Menschen Entscheidungen in einem bestimmten Bereich ihres Gehirns treffen.<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Orbitofrontal_cortex"> Dem orbitofrontalen Cortex</a>. Das ist eine ziemlich interessante Erkenntnis, denn in just diesem Bereich werden auch Emotionen und Impulsentscheidungen gesteuert. Das legt den Verdacht nahe, dass wir Entscheidungen gar nicht &#8220;n&#252;chtern&#8221; treffen k&#246;nnen. Ich hab das an mir selbst beobachtet. Monatelang nach einem neuen Auto gesucht, alle Details abgew&#228;gt, Preise und Ausstattungsdetails verglichen. Ich habe einen guten Wagen gefunden, bin zum H&#228;ndler und habe dort&#8230; einen anderen Wagen gekauft, als den, den ich urspr&#252;nglich so lange gesucht hatte.</p>
<p>Wenn es also stimmt, dass wir auch in Organisationen mit Menschen zu tun haben, die nach diesen Prinzipien agieren, dann muss man die Frage stellen, warum wir nicht auch mehr danach kommunizieren. Vielleicht, weil es nicht in die Modelle der Betriebswirte passt? Vielleicht, weil Empathie nicht ganz oben auf der Liste der Softskills von Managern steht? M&#246;glich.</p>
<p>Emotionen sind verp&#246;nt im harten Manageralltag. Ich will ja auch nicht, dass man permanent rumheulen muss, oder immer den netten Waldorf-Onkel zu spielen hat. Im Gegenteil. Es geht viel mehr darum, dass man diese Funktionsprinzipien in die Ausgestaltung von Kommunikationsma&#223;nahmen einbezieht. Einerseits bei der Planung (Wie kommt es an, wenn die Mitarbeiter zuerst aus der Zeitung von einer Umstrukturierung erfahren?), aber auch bei der Umsetzung (macht es Sinn, ernsthaft &#252;ber virales Marketing in der internen Kommunikation nachzudenken?). Oder um es ganz kurz und plakativ zu sagen: Mitarbeiter sollten wie Menschen behandelt werden, und nicht wie Zahlen.</p>
<p>Bild: CC-BY <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:OFC.JPG">http://en.wikipedia.org/wiki/File:OFC.JPG</a></p>
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		<title>Social Boredom: Hab ich wirklich so lange nicht mehr gebloggt?</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jun 2011 13:19:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neulich war ich wieder mal auf meinem Blog. Komisch, wenn man so etwas schreibt. Noch vor einem Jahr w&#228;re mir das nicht passiert, eine Woche ohne bloggen. Aber jetzt datiert mein letzter Artikel vom 9. April und heute haben wir den 2. Juni. Das ist Krass. Wie kommts? Klar, ich hatte in letzter Zeit viel [...]<p>Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann spende doch einen Minibetrag hier:
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2011/06/boring.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1457" title="boring" src="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2011/06/boring.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Neulich war ich wieder mal auf meinem Blog. Komisch, wenn man so etwas schreibt. Noch vor einem Jahr w&#228;re mir das nicht passiert, eine Woche ohne bloggen. Aber jetzt datiert mein letzter Artikel vom 9. April und heute haben wir den 2. Juni. Das ist Krass.</p>
<p>Wie kommts? Klar, ich hatte in letzter Zeit viel um die Ohren, und klar, der neue Job fordert mich ziemlich und klar, famili&#228;r gab es auch eine ganze Menge. Aber ist das wirklich der Grund? Ich habe Zweifel.</p>
<p>Ich habe vor ein paar Jahren dieses Blog angefangen, weil mich das Thema PR-Medien und Social Media extrem interessiert haben.  Es war Neuland, man musste erst einmal herausfinden, wozu das alles gut sein kann. Was das bringen kann. Was man tun sollte und was besser nicht. Diese Fragen sind heute  &#8211; 2011 &#8211; hinl&#228;glich besprochen, wenn auch vielleicht nicht vollst&#228;ndig gekl&#228;rt. Social Media geh&#246;rt zum guten Ton, auch f&#252;r Unternehmen, die Solcial Media  nicht brauchen (ja, das gibt es)  oder die besser daran t&#228;ten, es nicht zu versuchen (da gibts noch viel mehr). Das Thema ist konzeptionell mehr oder weniger durch. Es gibt vereinzelt noch interessante Bet&#228;tigungsfelder (ich bin nachwievor der Meinung, dass ein Social Media Management nur dann nachhaltig Sinn macht, wenn es sich auch in der Unternehmensorganistion wiederfindet) aber im gro&#223;en und Ganzen ist das Thema weg von den Vision&#228;ren und hin zu den Managern gegangen.</p>
<p>Dementsprechend ist die ganze Chose etwas langweilig geworden. Wenn ich heute meinen gut best&#252;ckten Feedreader durchforste finde ich pro Tag bei 400+ Beitr&#228;gen vielleicht einen oder zwei, die ich noch wirklich lese. Der Rest sind olle Kamellen, auch von Leuten, die gemeinhin als Avantgarde gelten (oder gegolten haben?). Facebook? Same Story. Twitter, ein bisschen besser aber auch nicht berauschend.</p>
<p>Die Frage ist: Mach ich was falsch? No News finds me! Ist das nur meine Sparte, die stagniert, oder ist es so, wie A<a href="http://www.czyslansky.net/?p=4318#comment-4295">lexander neulich kommentiert hat</a>:</p>
<blockquote><p>Was haben wir mit dem Internet gemacht?<br />
Es war ein anarchistischer Spielplatz f&#252;r Kindsk&#246;pfe, Wissenschaftler,  Nerds und Kreative</p>
<p>Und was haben wir daraus gemacht?<br />
Ein hochkommerzielles Mainstream Medium.<br />
Werbung, Werbung, Werbung.<br />
Triefend von Selbstdarstellung von Unternehmen und langweiligen Menschen.<br />
Dazwischen ein Haufen Spam und Billionen nicht relevante Informationen.<br />
Gew&#252;rzt mit den 3 grossen Ps (Porn, Pills, Poker)<br />
Strebernetzwerke, die uns noch mehr Kontakte und Beziehungen versprechen  um noch mehr Geld zu verdienen. Nicht zu vergessen die privaten  Kontaktb&#246;rsen, die uns die gro&#223;e Liebe versprechen.<br />
Smalltalk-Plattformen f&#252;r noch mehr leeres Geschw&#228;tz.<br />
Der ganze M&#252;ll verdeckt die Perlen, wegen denen wir das Netz eigentlich lieben.<br />
Und als ob das nicht schon genug w&#228;re, beginnen Regierungen und Konzerne jetzt auch noch zu kontrollieren und zu zensieren.</p>
<p>Ich bin seit 1994 (fast permanent) online und jetzt ich sch&#228;me mich.<br />
Wir haben es versaut!<br />
Wir brauchen eine neue unverkackte Spielwiese!</p></blockquote>
<p>Oder werd ich einfach alt?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bild: CC-BY <a href="http://www.flickr.com/photos/functoruser">http://www.flickr.com/photos/functoruser</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Unschuldigen im Shitstorm</title>
		<link>http://www.grenzpfosten.de/2010/12/12/die-unschuldigen-im-shitstorm/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 22:45:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[worst practise]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Diskussion rund um die aktuellen Enth&#252;llungen von WikiLeaks haben im Netz einen veritablen Shitstorm gegen jene Unternehmen entfacht, die, aus welchen Gr&#252;nden auch immer, Spenden an Wikileaks blockieren oder einfach nicht mehr mit Wikileaks zusammenarbeiten wollen. Diese Unternehmen bekommen jetzt richtig auf die Backen. An dieser Stelle ein kleiner pers&#246;nlicher Einwurf: Ich finde ddos-Attacken [...]<p>Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann spende doch einen Minibetrag hier:
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]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2010/12/storm.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1361" title="storm" src="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2010/12/storm.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Die Diskussion rund um die aktuellen Enth&#252;llungen von WikiLeaks haben im Netz einen veritablen Shitstorm gegen jene Unternehmen entfacht, die, aus welchen Gr&#252;nden auch immer, Spenden an Wikileaks <a href="http://www.netzwelt.de/news/84965-wikileaks-paypal-sperrt-konten-enthuellungsplattform-update.html">blockieren</a> oder einfach <a href="http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E5592CA49B6CB4A9096AB45AD2A5D30B3~ATpl~Ecommon~Scontent.html">nicht mehr</a> mit Wikileaks zusammenarbeiten wollen. Diese Unternehmen bekommen jetzt richtig auf die Backen.</p>
<p><em>An dieser Stelle ein kleiner pers&#246;nlicher Einwurf: Ich finde <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Denial_of_Service">ddos-Attacken</a> albern, weil das virtuelle Einwerfen von Fensterscheiben keinen weiterbringt, aber: Wer Wikileaks aussperrt, der darf sich nicht wundern, wenn seine User/Kunden im Social Web ihren Unmut kundtun. User haben alles Recht, (ihrem) Unternehmen klar mitzuteilen, dass sie mit der Gesch&#228;ftspraktik nicht einverstanden sind. Meine Meinung. </em></p>
<p>Doch leider trifft dieser Shitstorm trifft nicht nur die “Richtigen “. In einem derart emotional aufgeladenen Umfeld gibt es auch unschuldige Opfer. Eines dieser Opfer ist der DNS-Hoster <a href="https://web.easydns.com/">EasyDNS</a>. &#220;ber die armen Jungs aus Kanada brach der volle Shitstorm herein, als via Twitter und Co bekannt gemacht wurde, EasyDNS h&#228;tte die Zusammenarbeit mit Wikileaks beendet. Das Problem an der Sache. EasyDNS hatte nichts mit der Sache zu schaffen. Im Eifer des Gefechts waren sie mit <a href="http://www.everydns.com/">everydns.net</a> verwechselt worden. Aus dem <a href="http://blog.easydns.org/2010/12/03/wikileaks-takedown-fiasco-underscores-pathetic-state-of-internet-journalism/">Blogpost</a> von Mark von EasyDNS ist die Verzweiflung zu lesen:</p>
<blockquote><p>The incorrect info rippled through twitter like a <strong>zombie horde</strong>. Not only did people <strong>mindlessly</strong> hit the &#8220;retweet&#8221; button and perpetuate bad information: some took the  time and care to email us, or search for our blog (why couldn&#8217;t they do a  whois lookup while they were at it?) and post comments about our  &#8220;cowardice&#8221;.</p></blockquote>
<p>Es lohnt sich &#252;brigens, <a href="http://blog.easydns.org/2010/12/03/wikileaks-takedown-fiasco-underscores-pathetic-state-of-internet-journalism/">den ganzen Blogpost</a> zu lesen, denn er zeigt auf dramatische Weise, wie ein v&#246;llig unschuldiges Unternehmen in den Sog eines Shitstorm geraten kann, wie gesundheitssch&#228;digend die Auswirkungen sind und wie hilflos das Unternehmen in dieser Situation ist. Besonders, wenn die Presse auf den Zug mit aufspringt (in dem Fall z.B. <a href="http://www.nytimes.com/2010/12/05/world/05paypal.html">NYT</a> und <a href="http://www.guardian.co.uk/technology/blog/2010/dec/10/internet-wikileaks-anonymous?INTCMP=SRCH">Guardian</a>).</p>
<blockquote><p>any decisions made while a full-on shitstorm is being targeted at one&#8217;s  company and business are not political ones, <strong>they are ones of survival</strong>.</p></blockquote>
<p>Ich nehme aus dieser unr&#252;hmlichen Episode zwei Dinge mit. Erstens: Die Zombie-Macht des Social Web, wenn Informationen unreflektiert weitergegeben werden, kann jedes Unternehmen treffen. Auch, wenn es v&#246;llig unschuldig ist. Die zweite Sache, die sich direkt daraus ableitet ist: Was also kann ein Unternehmen tun, um sich davor zu sch&#252;tzen? Die Jungs von EasyDNS hatten Gl&#252;ck im Ungl&#252;ck: Sie haben ein oft gelesenes Blog und sind gut im Socila Web vernetzt. Das gab ihnen die Gelegenheit, gegenzusteuern und mittlerweile rollt eine <a href="http://www.twazzup.com/?q=easydns+wikileaks&amp;l=all">Welle der Sympathie</a> durch das Social Web. Ein Unternehmen, das sich garnicht im Social Web engagiert, ist diesem Mechanismus aber schutzlos ausgeliefert. Hier reicht auch keine Krisenkommunikation mehr aus, denn wer keine Credibility im Netz aufgebaut hat, der hat auch keine Chance, sich zu rehabilitieren. Ich h&#246;re oft von Unternehmen die sagen: Social Web interessiert uns nicht, wir machen B2B, wir haben bessere Marketing-Kan&#228;le&#8230; alles richtig, alles wahr. Aber diese Unternehmen m&#252;ssen sich dann mit diesem Risiko abfinden. Der Schaden, der hier entstehen kann ist nicht gerade klein.</p>
<p>Bild: CC-BY: http://www.nasaimages.org</p>
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		<title>Don&#8217;t just solve problems, hack them!</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Dec 2010 20:31:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit ein paar Stunden gr&#252;ble ich &#252;ber eine Sache, die eigentlich nicht wirklich hier her geh&#246;rt, aber ich bin von dieser Idee total fasziniert und muss sie darum teilen. Es geht um die Art und Weise, wie wir Probleme l&#246;sen. Wie ich darauf komme? Das hat mit Kr&#228;hen zu tun. Kein Witz. Konkret geht es [...]<p>Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann spende doch einen Minibetrag hier:
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<p>Wie ich darauf komme? Das hat mit Kr&#228;hen zu tun. Kein Witz. Konkret geht es um ein Problem, dass sich dem Hacker Joshua Klein stellte. Die Frage war: Kann man Kr&#228;hen dazu bringen, etwas sinnvolles zu tun. Und ich meine nicht eine Kr&#228;he in einem Labor, sondern alle Kr&#228;hen in freier Wildbahn. Die L&#246;sung, die Klein f&#252;r dieses Problem gefunden hat ist eigentlich keine L&#246;sung. Sondern ein Hack. Josh Klein hat Kr&#228;hen gehackt. Bitte nehmt euch 10 Minuten Zeit, um euch dieses Video anzuschauen. Einfach genial!</p>
<p>[There is a video that cannot be displayed in this feed. <a href="http://www.grenzpfosten.de/2010/12/07/dont-just-solve-problems-hack-them/">Visit the blog entry to see the video.]</a></p>
<p>Ich habe eine erhebliche Affinit&#228;t zu Kr&#228;hen, ich habe selbst mal eine als Mitbewohner gehabt (sie hie&#223; Max &#8211; <a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2010/12/max2-300x195.jpg">hier ein Foto von Max mit meiner Schwester Franzi beim Scrabble-Spiel</a>) und diese Tiere sind in der Tat immens intelligent. Aber noch beeindruckender finde ich den L&#246;sungsweg von Josh, weil er alles beinhaltet, was einen guten Hack ausmacht.</p>
<p>Die offensichtliche L&#246;sung f&#252;r das nervende Problem der Kr&#228;he w&#228;re Vertreiben gewesen oder Schlimmeres. Aber die L&#246;sung von Josh ist elegant, sie bezieht das &#8220;st&#246;rende&#8221; System ein und erzeugt aus dem Problem einen Mehrwert. Ich finde, das ist die eigentliche Philosophie hinter dem Hacken. Ich t&#246;te das zu l&#246;sende System nicht, ich beziehe es kreativ in die L&#246;sung mit ein. Es ist ein bisschen wie beim Judo. Ich nutze eine spezifische St&#228;rke meines Gegners zu meinem Vorteil.</p>
<p>Ich glaube, dass wir viel von Hackern wie Josh und ihrer Art zu denken lernen k&#246;nnen. Unsere Welt ist voll von Problemen, die wir mit konventionellen, konfrontativen L&#246;sungsans&#228;tzen zu l&#246;sen versuchen. In der Politik, im Beruf, in der Beziehung. Und oft sind die erzielten Resultate &#252;berschaubar. Ich werde jedenfalls versuchen, f&#252;r meinen n&#228;chsten gordischen Knoten einen Hack zu finden &#8230; und kein Schwert.</p>
<p>Bild: CC-BY <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jungle-Crow-Tokyo.jpg">http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jungle-Crow-Tokyo.jpg</a></p>
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		<title>Kosmetiker sind die echten Geeks</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Nov 2010 13:11:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich lass mich im Freundeskreis gerne mal Geek oder Nerd beschimpfen. Warum? Weil ich 7 Computer im Haus habe? Vieleicht. Oder weil es ganz so ist, wie Hugh sagt: The future belongs to the Geeks, nobody else wants it Definitiv. Ich liebe Technosprech, auch wenn er total unangebracht ist und eigentlich null inneren Sinn in [...]<p>Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann spende doch einen Minibetrag hier:
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<blockquote><p>The future belongs to the Geeks, nobody else wants it</p></blockquote>
<p>Definitiv. Ich liebe Technosprech, auch wenn er total unangebracht ist und eigentlich null inneren Sinn in sich tr&#228;gt.</p>
<p>Aber ich werde &#252;bertroffen, was Geek-Sprech angeht, und zwar aus einer Ecke, die ich niemals erwartet h&#228;tte: Der KOSMETIKINDUSTRIE.</p>
<p>Es ist schon wirklich unglaublich, welche Wortsch&#246;pfungen die Sch&#246;nheitsindustrie immer wieder findet, um Produkte anzupreisen, die im Prinzip (so zumindest meine Wahrnehmung als Nicht-Ziel-Gruppler) alle das Gleiche sind: Schminke, Cremes, Shampoos, Conditioner unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller kaum und sind schon seit ungef&#228;hr 35 Jahren mehr oder weniger gleich zusammengesetzt. Das h&#228;lt die Werbestrategen ab nicht davon ab, grenzgeniale Wortsch&#246;pfungen zu finden, mit denen sie ihre Produkte bewerben. Hier ein Best Off des Sch&#246;nheitsmarketing-Sprechs:</p>
<ul>
<li><em>Volumen Millionen Wimpern: Millionisieren auch Sie Ihre Wimpern</em><br />
Eine geniale, die absolut keinen Sinn macht. Aber Millionen klingt gut. NAch reich und sch&#246;n.</li>
<li><em>Youth Code: Das Geheimnis jugendlicher Haut liegt in Ihren Genen. L&#252;ften Sie es jetzt!</em><br />
Auch dieser Satz hat null Aussage. Es wird angedeutet, dass diese Creme praktisch eine genetische Ver&#228;nderung der Haut hervorruft. Wenn das so w&#228;re, dann w&#228;re es verboten. Looool.</li>
<li><em><strong> </strong>Durch den intelligenten Ionen-Scan-Complex gewinnt Ihr Haar  sichtbar mehr an Halt und Feuchtigkeit, Reibung wird reduziert:<br />
</em>Ionen-Scan-Complex&#8230;. IONEN-SCAN-COMPLEX&#8230; Br&#252;ll!</li>
</ul>
<p>Also, wenn Eure Freundin/Frau mal wieder meckert, dass sie Euch nicht versteht, und nicht nachvollziehen kann, was an der neuen Northbridge mit Cooling Pipes jetzt so toll sein soll&#8230;</p>
<p>Bild: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lipstick_face.jpg">CC-BY</a></p>
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		<title>Social Media Krisen-PR: Bitte nicht auslagern</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Sep 2010 12:24:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Momentan macht es wahrscheinlich keinen gro&#223;en Spa&#223;, bei der Bahn oder im Verkehrsministerium oder bei der Stuttgarter Landesregierung in der Kommunikation zu arbeiten (oder vielleicht macht es besonders Spa&#223;). Nat&#252;rlich wegen der Proteste rund um den Neubau des Stuttgarter Bahnhofs. Der Protest ist aber nicht nur auf der Stra&#223;e oder in den klassischen Medien zu [...]<p>Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann spende doch einen Minibetrag hier:
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2010/09/verkleidet.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1268" title="verkleidet" src="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2010/09/verkleidet.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Momentan macht es wahrscheinlich keinen gro&#223;en Spa&#223;, bei der Bahn oder im Verkehrsministerium oder bei der Stuttgarter Landesregierung in der Kommunikation zu arbeiten (oder vielleicht macht es besonders Spa&#223;). Nat&#252;rlich wegen der Proteste rund um den Neubau des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stuttgart_21#Widerstand_aus_der_Bev.C3.B6lkerung">Stuttgarter Bahnhofs</a>. Der Protest ist aber nicht nur auf der Stra&#223;e oder in den klassischen Medien zu finden, sondern auch im Netz und da nat&#252;rlich besonders bei den Social Media Angeboten.</p>
<p>Nun hat ja die Bahn<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,627421,00.html"> nicht gerade den besten Leumund</a>, was Social Media Kommunikation angeht. Und jetzt im Angesicht der Krise sieht es so aus, das ganz &#228;hnliche Fehler wieder gemacht werden.</p>
<p>Auf <a href="http://www.metronaut.de/?p=1630">einschl&#228;gigen Blogs</a> und auf Twitter geistern Meldungen &#252;ber eine massive und vor allem wiedereinmal verdeckt stattfindende Counter-PR. Auch auf Facebook soll das <a href="http://www.andreas-buehler.eu/allgemein/die-gekaufte-bewegung-stuttgart-21-befuerworter-im-netz/">stattfinden</a>.</p>
<p>Das ist ein Problem: wie <a href="http://thomaspleil.wordpress.com/2010/09/26/gekaufte-bewegung-stuttgart-21-befurworter-im-netz/">Thomas Pleil</a> richtig schreibt:</p>
<blockquote><p>Solche Intransparenz verst&#246;&#223;t nicht nur gegen den Ethik-Kodex des Deutschen Rates f&#252;r Public Relations (<a rel="nofollow" href="http://www.drpr-online.de/" target="_blank">http://www.drpr-online.de</a>), sondern d&#252;rfte das Misstrauen gegen die Entscheider zu Stuttgart 21 nur noch erh&#246;hen, sollte sich dieser Verdacht best&#228;tigen.</p></blockquote>
<p>Nochmal, es handelt sich hier um Vorw&#252;rfe, die allerdings ziemlich sauber recherchiert aussehen. Au&#223;erdem kommt so etwas im Netz immer raus, so dass es nur eine Frage der zeit ist, bis entsprechende Beweise tats&#228;chlich vorhanden sind (und sich die gro&#223;en Medien auf das Thema setzen).</p>
<p>Wenn sich dieser Vorwurf jedoch bewahrheiten sollte, dann ist nicht nur mit einem massiven Image-Schaden aller Beteiligten zu rechnen, viel schlimmer wird sich auswirken, dass auch Menschen, die pro Stuttgart21 sind, aller Glaubw&#252;rdigkeit beraubt werden. Ein Umschwung der &#246;ffentlichen Meinung zu einem positiveren Bild von Stuttgart21 wird damit effektiv verunm&#246;glicht.</p>
<p>Jetzt ist es ja nicht die Monster-neue Erkenntnis, dass solche Astroturfing-Aktionen sehr riskant sind. Darum frage ich mich, warum man bei den Initiatoren ein solches Risiko eingeht. Eines ist klar: Die Initiatoren von Stuttgart21 haben ein demokratisch verb&#252;rgtes recht, an der Diskussion um das F&#252;r und Wider des Projekts aktiv teilzunehmen. Warum tun sie es nicht einfach? Offen? Transparent? Niemand hat etwas dagegen, wenn die Initiatoren von Stuttgart 21 Bef&#252;rworter hinter sich versammeln. Auch das geh&#246;rt zum Prozess &#246;ffentlicher Meinungsbildung.</p>
<p>Es gibt mmn. zwei m&#246;gliche Erkl&#228;rungsmuster, warum hier versucht wird, mit verdeckten Mitteln zu arbeiten.</p>
<p><strong>1. Panik:</strong> Man merkt, dass man mit den &#8220;normalen&#8221; M&#246;glichkeiten der &#214;ffentlichkeitsarbeit (Pressearbeit usw.) im ersten Moment nicht besonders viel erreicht. Au&#223;erdem hat man Kommunikation im Voraus verabs&#228;umt und kan jetzt nicht davon zehren. Man bekommt Druck von oben (&#8220;Stellen Sie das ab!&#8221;) und verf&#228;llt in Panik. Und wer in Panik ist, der macht strategische Fehler und klammert sich an jeden angebotenen Strohhalm. Z.B. Agenturen, die versprechen, dass Sie das Problem unter der Hand in den Griff bekommen. Das ist dann zu verf&#252;hrerisch, um es nicht zu machen.</p>
<p><strong>2. Mangelnde Kompetenz Inhouse</strong>: In dieser Situation, wenn der Boss das schnelle Ergebnis will und ein Dienstleister die &#8220;einfache&#8221; L&#246;sung bietet, dann braucht man jemanden im Unternehmen, der sagt: Stopp, das kann &#252;bel in die Hose gehen. Das Risiko ist sehr sehr hoch. Ein paar Dienstleister werden immer die L&#246;sung anbieten, die der Kunde am liebsten h&#228;tte (schnell, einfach, ohne gro&#223;en Aufwand, unter der Tischdecke). Wir sind aber nicht im Wunderland. Diese L&#246;sung gibt es bei Social Media nicht. Und wenn es niemanden gibt, der dann aufsteht und sagt: Leute macht das bitte nicht, dann passiert genau so etwas.</p>
<p>Darum muss die Kompetenz im Unternehmen sein.</p>
<p>Bild: CC-by <a href="http://www.flickr.com/photos/faulit/">http://www.flickr.com/photos/faulit/</a></p>
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		<title>“Bei Anschlag tritt der Trauerfall ein”</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 09:50:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jochen* war 2006 f&#252;r vier Monate in Afghanistan und hat dort im Camp Warehouse (Kabul) f&#252;r das Bundeswehrradio &#8220;Radio Andernach&#8221; die Morning-Show &#8220;Guten Morgen Kabul&#8221; moderiert. Mit dem Grenzpfosten sprach er &#252;ber seine Zeit vor dem Mikro in Kabul, &#252;ber Trauermusik bei Anschl&#228;gen und Tabus im Milit&#228;rradio. Jochen, wie ist das Bundeswehrradio organisiert? Das Bundeswehrradio-Rahmenprogramm sendet [...]<p>Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann spende doch einen Minibetrag hier:
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<p><strong>Jochen, wie ist das Bundeswehrradio organisiert?</strong><br />
Das Bundeswehrradio-Rahmenprogramm sendet eigentlich von Deutschland aus, genauer gesagt aus der N&#228;he von  Koblenz. Von dort wird 24 Stunden am Tag gesendet, sieben Tage die  Woche. In den Einsatzl&#228;ndern der Bundeswehr gibt es &#8220;Regionalstudios&#8221;,  die zu bestimmten Zeiten ein extra Programm senden und von wo aus auch  das Radio per UKW-Frequenz im Einsatzland bzw. im Camp ausgestrahlt  wird. In Afghanistan wird aufgrund der Zeitverschiebung (+2,5 oder auch  +3,5 Stunden &#8211; je nach Sommer- bzw. Winterzeit) eine Morning-Show live  produziert. Einmal, damit in Deutschland niemand um 4 Uhr morgens am  Mikro sitzen muss und zum anderen, weil die Moderatoren auch die N&#228;he zu  ihrem Zielpublikum haben und wissen, was passiert.</p>
<p><strong>Was ist die &#252;bergeordnete Aufgabe eines solchen Radioprogramms. Was will die Bundeswehr erreichen?</strong><br />
Das Radio soll eine &#8220;Br&#252;cke zur Heimat&#8221;  schlagen. Es soll die Soldaten sowohl unterhalten, als auch informieren,  was sich zur Zeit in ihrer Heimat tut. Zus&#228;tzlich bietet das Radio  &#8220;Angeh&#246;rigen&#8221; die M&#246;glichkeit, ihre Verwandten, Bekannten oder Freunde  im Einsatz zu gr&#252;&#223;en und/oder sich ein Lied f&#252;r sie w&#252;nschen. Was  teilweise die seltsamsten Bl&#252;ten zum Vorschein bringt, gerade &#228;ltere  Angeh&#246;rige w&#252;nschen sich zum Beispiel sehr oft &#8220;Junge komm bald wieder&#8221; &#8211;  was eigentlich niemand mehr h&#246;ren kann. Die Morning-Show in  Kabul hatte zu meiner Zeit auf jeden Fall einen sehr unterhaltsamen  Charakter. Wir haben versucht, die Leute morgens ein wenig von ihrem  Alltag abzulenken und zu bespa&#223;en &#8211; genau so, wie es eine Morning-Show  hier in Deutschland auch macht. Die Soldaten sollten morgens nicht  gleich vor Augen &#8211; besser gesagt vor Ohren &#8211; gef&#252;hrt bekommen, dass sie  6.000 Kilometer von zu Hause entfernt sind.</p>
<p><strong>Kommen die Taliban in den Sendungen vor?</strong><br />
Einfache Antwort: Nein.</p>
<p><strong>Was  komisch erscheint, weil die ja sonst recht h&#228;ufig in Afghanistan  vorkommen sollen. Warum werden die Taliban ausgeblendet?</strong><br />
Naja,  was soll man denn &#252;ber sie erz&#228;hlen? Dass sie da sind, wei&#223; jeder. Dass  sie hinter Anschl&#228;gen stecken auch. Ich pers&#246;nlich finde, gerade in  Afghanistan selbst muss man ihnen ja nicht noch mehr &#8220;Publicity&#8221; geben,  als sie eh schon haben. Und in einer Unterhaltungssendung, wie es die  Morning-Show ist, haben sie noch weniger etwas verloren.</p>
<p><strong>Wie geht man im &#8220;Truppenradio&#8221; mit eigenen Verlusten oder Meldungen von Anschl&#228;gen oder Kampfhandlungen um?</strong><br />
Ein  Anschlag l&#228;sst sich nat&#252;rlich nicht verheimlichen, so etwas spricht  sich auch schnell im Lager herum. Aber es wurde weder gesagt, &#8220;Die  b&#246;sen Taliban haben uns angegriffen&#8221;, noch wurde &#252;ber Opferzahlen  gesprochen. Gerade auch, um den Taliban nicht einen  &#8220;Erfolg&#8221; zu attestieren. Die konnten den Sender nat&#252;rlich genauso  empfangen, wie jeder andere im Umkreis des Senders. Im Falle eines  Anschlags, tritt beim Radio der so genannte &#8220;Trauerfall&#8221; ein. Auch  daf&#252;r gab es klare Regeln. Waren Verb&#252;ndete innerhalb der ISAF  betroffen, wurde auf ruhige Musik umgestellt, die Comedy-St&#252;cke  (wie z.B. &#8220;Der kleine Nils&#8221; usw.) aus dem Programm entfernt und die  Moderation auf Information beschr&#228;nkt &#8211; also keine Bespa&#223;ung mehr. War  die Bundeswehr direkt betroffen, wurde zus&#228;tzlich komplett auf die  Moderation verzichtet und nur ruhige Musik gespielt.<br />
Auch auf Kampfhandlungen oder Truppenbewegungen wurde nat&#252;rlich  nicht eingegangen &#8211; vor allem, um die Truppen zu sch&#252;tzen.</p>
<p><strong>Gibts  es denn eine Liste von Songs, die man nciht spielen darf? Mir w&#252;rde da  Imagine von John Lennon einfallen, oder auch 99 Luftballons von Nena.</strong><br />
Es  gibt eine schwarze Liste &#8211; da sind aber keine &#8220;Anti-Kriegssongs&#8221; drauf.  &#8220;99 Luftballons&#8221; oder &#8220;Imagine&#8221; sind &#252;berhaupt gar kein Problem. Auch  wenn die Bundeswehr inzwischen in Kampfhandlungen verwickelt ist, sie  bleibt nach dem Gesetz eine Verteidigungsarmee. Das ISAF-Mandat ist eins  zur Friedenssicherung und zum Aufbau von Polizei, Schulen,  Infrastruktur. Auf der &#8220;schwarzen Liste&#8221; stehen indizierte Lieder und  unter anderem auch Lieder der B&#246;hsen Onkelz. Was damit zusammenh&#228;ngt,  dass die Onkelz immer noch oft mit der rechten Szene verbunden werden.  Wobei ich im Einsatz festgestellt habe, dass Lieder wie &#8220;Mexiko&#8221;, &#8220;Nur  die besten sterben jung&#8221; oder &#8220;Wieder mal nen Tag verschenkt&#8221; bei dem  einen oder anderen durchaus beliebt sind.</p>
<p><strong>Gibt es eine (Vor)Zensur?</strong><br />
Es  gibt eine Art (Vor-)Zensur. Themen wie Sex und Drogen kommen im  Programm nicht vor. Wie eben schon erl&#228;utert, nat&#252;rlich auch keine  Truppenbewegungen und &#196;hnliches. Gerade beim Thema Sex ist das auch mehr  als verst&#228;ndlich. Die Soldaten sind monatelang von zu Hause, von der  Partnerin oder dem Partner, getrennt. Das w&#228;re f&#252;r die Moral sicher  nicht zutr&#228;glich. Da die Sendungen zum Gro&#223;teil live produziert werden,  ist eine direkte Zensur nat&#252;rlich schwierig. Da ist jeder Moderator  selbst gefordert, die Richtlinien einzuhalten.</p>
<p><strong>Gibt es im Bundeswehrradio noch andere Tabu-Themen?</strong><br />
Eine  negative Kommentierung von Bundeswehrentscheidungen kommt nat&#252;rlich  nicht in Frage. Auch alles, was die Vorgesetzten in Verruf bringen  k&#246;nnte oder sie blo&#223;stellen w&#252;rde, findet nicht statt. Das bezieht sich  sowohl auf direkte Vorgesetzte, als nat&#252;rlich auch Generalit&#228;t,  Verteidigungsminister oder Bundeskanzler(in). Ich kann mich noch daran  erinnern, dass beim Radio diskutiert wurde, ob man denn nun einen  Comedy-Reihe senden k&#246;nnte, die Angela Merkel parodierte.</p>
<p><strong>W&#252;rdest Du das Radioprogramm als PR-Ma&#223;nahme oder als journalistisches Format verstehen?</strong><br />
Ich w&#252;rde es als journalistisches Format verstehen.  St&#252;ndlich gibt es Nachrichten (&#8220;Bundeswehr, Deutschland und die Welt&#8221;),  zus&#228;tzlich noch Regionalnachrichten aus dem Bundesland, das zu der Zeit  das gr&#246;&#223;te Einsatzkontingent stellt und noch Beitragspl&#228;tze, die von der  DPA oder anderen Agenturen gekauft werden. Ansonsten kann jeder  Moderator, wenn er seine Sendung zusammen stellt, auch selbst bestimmen,  in welche Richtung &#8220;seine&#8221; Sendung gehen soll. Ich habe mich zum  Gro&#223;teil immer mit Unterhaltung besch&#228;ftigt, andere waren sehr  informationslastig.</p>
<p><strong>Wie  verstehen die Soldaten vor Ort das Programm. Ist das f&#252;r sie realit&#228;tskonstruierend oder wei&#223; man, dass hier nur gute Laune gemacht  werden soll?</strong><br />
Es ist f&#252;r sie zum Gro&#223;teil  abschalten und Ablenkung. Und sie sch&#228;tzen das. Es ist ja auch nicht  so, dass wir in der Morning-Show &#8220;verheimlicht&#8221; haben, in Afghanistan zu  sein oder k&#252;nstlich versucht haben, Deutschland &#8220;zu spielen&#8221;.  Sp&#228;testens beim Wetterbericht nach den Nachrichten war jedem klar, dass  er nicht in Deutschland ist. Wir haben auch &#252;ber das Lagerleben  berichtet, was gibt es im K&#252;chenzelt zu Mittag, wo gibt es vielleicht  mal wieder eine Party. Das wichtigste an dem Job ist, dass man eine  nat&#252;rliche Fr&#246;hlichkeit hat. Wenn man bei der guten Laune authentisch  r&#252;ber kommt, nimmt einem das auch jeder ab. Genauso wie jeder sofort  aufgesetzte Fr&#246;hlichkeit bemerken w&#252;rde. Aber das ist bei jedem  Formatradio so.</p>
<p><strong>Eure Sendung hie&#223; &#8220;Guten Morgen Kabul&#8221;. Eine Remineszenz an den Antikriegsfilm <a href="http://www.imdb.com/title/tt0093105/">Good Morning Vietnam</a>. Eine Provokation?</strong><br />
Wie es zu der Entstehung dieses Namens kam, kann ich  nicht sagen. Ich wei&#223; nicht, wer auf die Idee kam und was da genau  hinter steckte.</p>
<p>*Der volle Name ist der Redaktion bekannt.</p>
<p>Bild Quelle: http://www.radio-andernach.bundeswehr.de</p>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 18:38:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hallo zusammen. Mit frischem, schnellen Server und damit auch mit frischer, neuer Motivation stelle ich Euch den vierten teil meiner Sommervideo-Reihe vor. Es geht hier um ein Thema, das wohl jeder kennt, der mit anderen Menschen zusammenarbeiten muss darf. Wie kann ich die Truppe motivieren und was treibt sie eigentlich an. Nun, klassische Antwort des [...]<p>Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann spende doch einen Minibetrag hier:
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<p>Aber auch, wenn man keine Zweifel hat, lohnt es sich dieses Video anzuschauen. So wie alle von <a href="http://www.youtube.com/results?search_query=RSA+Animate&amp;aq=f">RSA Animate</a>. Die sind einfach zu gut gemacht.</p>
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		<title>Sommervideo: Prof. Kruse und die Wertediskussion</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 19:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2010/07/kruse.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1213" title="kruse" src="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2010/07/kruse.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Das ist ein Video, das man jedem fanatischen Bef&#252;rworter und Gegner von Social Media vor die Nase halten sollte. Auf der Re:publica hielt der Psychologe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kruse">Prof. Peter Kruse </a>einen etwa halbst&#252;ndigen Vortrag dar&#252;ber, warum die Diskussion dar&#252;ber, ob das Social Web nun ein Gottesgeschenk oder ein Werk des Teufels ist, so bitter, hart und vor allem ergebnislos gef&#252;hrt wird. Wer im Unternehmen oder bei Kunden &#220;berzeugungsarbeit f&#252;r Social Media leisten m&#246;chte/muss, der findet in diesem Vortrag wenn schon nicht konkrete L&#246;sungsans&#228;tze, so doch den einen oder andern Hinweis, warum es so schwierig ist, andere Menschen von seiner Sache zu &#252;berzeugen.</p>
<p>Ich schaue mir gerne und viele Sachen von Kruse an. Vor allem, weil er ein brillanter Rhetoriker ist. Ich bin mir aber oft nicht sicher, ob das nun fundiert oder einfach &#8220;nur&#8221; gut erz&#228;hlt ist. Unterhaltsam ist es allemal.</p>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 16:27:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2010/07/warner.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1198" title="warner" src="http://www.grenzpfosten.de/wp-content/uploads/2010/07/warner.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Hier Teil zwei in meiner kleinen Sommer-Serie: Es ist ein etwa 1-St&#252;ndiger Vortrag von <a href="http://highaltitudeleadership.com/">Chris Warner</a> bei Google &#252;ber das Thema F&#252;hrung. Google hat zu diesem Themenkomplex &#252;brigens einen eigenen You-Tube-Channel namens <a href="http://www.youtube.com/results?search_query=Leading%40Google&amp;aq=f">leading@google</a>. Da sind eine ganze Reihe hochinteressanter Vortr&#228;ge zu finden, f&#252;r die man normalerweise viel viel Geld zahlen m&#252;sste (wenn man soclhe Redner &#252;berhaupt bekommt) aber dank Google stehen die uns allen kostenlos zur Verf&#252;gung.</p>
<p>Zur&#252;ck zu Warner-Vortrag: Der ist erfrischend anders als andere Vortr&#228;ge von professionellen Vortr&#228;gern. Der Mann ist kein Coach, sondern Bergsteiger und erz&#228;hlt sehr sehr sehr plastisch, was bei einer Bergexpedition alles schiefgehen kann, wenn F&#252;hrungsstrukturen versagen. Der Vortrag ist mit dokumentarischem Filmmaterial verbunden, was die ganze Sache &#228;u&#223;erst eindr&#252;cklich macht.Teams, so die Kernaussage m&#252;ssen funktionieren. Es ist mehr die Frage wer die Person ist, als was sie kann. Und wenn man Bergsteigen als Metapher f&#252;r den t&#228;glichen Einsatz im Businessumfeld sieht, dann zeigt sich recht deutlich, wie man sein Team aussuchen sollte.</p>
<p>Ich muss sagen, ich habe mir an einigen Stellen fast eine Tr&#228;ne wegdr&#252;cken m&#252;ssen. Es ist eine Stunde, die man sich nehmen sollte.</p>
<p>[There is a video that cannot be displayed in this feed. <a href="http://www.grenzpfosten.de/2010/07/16/sommervideo-was-fuehrungskraefte-von-bergsteigern-lernen/">Visit the blog entry to see the video.]</a></p>
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